Beethovens verspielte und verwobene Melodienbögen erfüllten den Klangraum in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius von Ebern am Freitagabend, wo das Rückert-Ensemble unter Leitung von Peter Rosenberg, einst Konzertmeister der Bamberger Symphoniker, zeigte, welche Klasse in der Musik und seinen Musikern steckt. Darunter auch Sohn Johannes Rosenberg (welch ein Talent!) und acht Mitstreiter aus Südtirol.

Der Testlauf, Musiktage mit klassischer Ausrichtung in Ebern zu etablieren, wurde am ersten Abend aber nur von einem überschaubaren Zuhörerkreis begleitet. In der Stärke des Kammer-Chors, der ebenda immer wieder auftritt. Rund zwei Stunden - mit Pause und Bewirtung - dauerte das Gastspiel. Die rund 40 Zuhörer, darunter auch Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD), der sich freute, dass auch klassische Musik das Veranstaltungsangebot in der Stadt bereichert, waren begeistert und hielten bei der Nachbetrachtung vor der Kirche bei einem Schoppen fast bis Mitternacht aus.

Am Samstag dürfte die Besucherschar größer sein, zieht man den Vorverkauf als Parameter heran. Zu hören sind Mahler-Vertonung der Kindertotenlieder von Friedrich Rückert , Streichquintette von Bruckner und Mendelssohn Bartholdy.
Beginn ist um 19.30 Uhr. Die Partituren hat Rosenberg für die Gastspiele in Ebern und sein Ensemble entsprechend bearbeitet. "Das sind zum Teil Welturaufführungen", hat er im Vorgespräch verraten

Am Wahlsonntag lockt der Gang von der Wahlurne in die Stadtpfarrkirche, da das Konzert bereits um 17 Uhr beginnt . Es stehen Mozart-Werke auf dem Programm.