Fasching feiern trotz Corona-Pandemie: Im Caritas-Altenservicezentrum St. Martin im unterfränkischen Hofheim (Landkreis Haßberge) sind bereits 97 Prozent der Bewohner geimpft. Deswegen konnten sie zusammen mit den Mitarbeitern der Einrichtung fast wie immer Fasching feiern.

Nach dem Okay vom Gesundheitsamt dürfen sich die Kleingruppen innerhalb der Wohnbereiche dank der hohen Impfrate wieder untereinander mischen. Trotzdem müssen auf Hygieneregeln geachtet werden, so tragen die Mitarbeiter auch weiterhin FFP2-Masken. "Den Rosenmontagsumzug schauen unsere Bewohner oft im Fernsehen, Altweiberfasching feiern wir immer. Dieses Jahr kam dann die Idee, auch einen Faschingsumzug zu machen", erklärt Einrichtungsleiterin Melanie Schröder inFranken.de. "Die Mitarbeiter haben sich dann verkleidet und zum Beispiel Hüte von zu Hause mitgebracht. Von den Bewohnern waren nur ein oder zwei wirklich verkleidet, die anderen hatten dann eben die Hüte."

Faschingsumzug in Hofheim: "Ein paar Schnäpsle getrunken"

Zum Altweiberfasching wurden das Foyer und die Tische geschmückt, sodass sich bei den Bewohnern bei Kaffee, Krapfen, Musik und Tanz das Faschingsgefühl einstellen konnte. Von der Idee, zum Rosenmontag nach dem Mittagessen einen Umzug zu machen, waren die Bewohner sofort begeistert. "Es kam richtig gut an. Wir hatten eine Mordsgaudi. Wir haben ein paar Schnäpsle getrunken, manche Bewohner auch mehrere, wie bei einem richtigen Faschingsumzug", sagt Schröder lachend.

Mit dabei war ein "Medizin-Wagen" mit Getränken und einer Musikbox. "Wir hatten alte Faschingslieder, also Senioren-gerecht, was man damals eben auch hatte und nicht unbedingt die ganz neuen." Der Umzug machte dann die Runde über das Gelände, wo gewunken und "Helau" gerufen wurde. Besucher waren zwar nicht erlaubt, doch Anwohner schauten aus ihren Fenstern und blieben mit Abstand am Straßenrand stehen, um den Umzug zu bewundern. Da für den Tag Eisregen gemeldet war, blieben sie nicht lange draußen, sondern ließen den Nachmittag drinnen ausklingen. "Wir haben dann im Foyer nochmal getanzt, gefeiert, gesungen und miteinander angestoßen."

"Alles in allem war es ein gelungenes Fest für unsere Bewohner, in ausgelassener Stimmung miteinander feiern zu können", fasst Schröder das Event zusammen. Sie hat von den Bewohnern viele positive Rückmeldungen erhalten, auch die Bitte, den Umzug im nächsten Jahr zu wiederholen.