Hier entsteht Zeitungsdruckpapier

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Die Besucher staunten über das Ausmaß der Weltrekordmaschine PM3. Christian Licha
Die Besucher staunten über das Ausmaß der Weltrekordmaschine PM3.  Christian Licha
In großen Hallen wird der Rohstoff Altpapier bevorratet, der auch aus der Region kommt.
In großen Hallen wird der Rohstoff Altpapier bevorratet, der auch aus der Region kommt.
 
Hier werden die fertigen Zeitungspapierrollen automatisch verpackt.
Hier werden die fertigen Zeitungspapierrollen automatisch verpackt.
 
Bis zu 20 000 Tonnen fertiges Zeitungsdruckpapier können in Eltmann gelagert werden.
Bis zu 20 000 Tonnen fertiges Zeitungsdruckpapier können in Eltmann gelagert werden.
 
Diese Siebsaugwalze wiegt 4,6 Tonnen und muss jeweils nach einem Jahr gewartet werden. Für einen Walzenwechsel benötigen die Techniker acht Stunden.
Diese Siebsaugwalze wiegt 4,6 Tonnen und muss jeweils nach einem Jahr gewartet werden. Für einen Walzenwechsel benötigen die Techniker acht Stunden.
 
Im großen Festzelt konnten sich die zahlreichen Besucher nach dem Fabrikrundgang stärken.
Im großen Festzelt konnten sich die zahlreichen Besucher nach dem Fabrikrundgang stärken.
 
Die Freiwillige Feuerwehr Eltmann übernahm die Sicherheitswache und informierte die Besucher an einem eigenen Stand über ihre Arbiet.
Die Freiwillige Feuerwehr Eltmann übernahm die Sicherheitswache und informierte die Besucher an einem eigenen Stand über ihre Arbiet.
 

Die Papierfabrik Eltmann gewährte bei einem Tag der offenen Tür Einblicke in ihre Produktion.

Ein Besuchermagnet war am Samstag der Tag der offenen Tür im Werk Eltmann der Papierfabrik Palm. Bei einem Fabrikrundgang konnten die Besucher die Herstellungsschritte vom Rohstoff Altpapier bis zum fertigen Zeitungsdruckpapier hautnah miterleben.

Bereits seit 25 Jahren ist die Papierfabrik im Eltmanner Industriegebiet präsent. Angefangen mit einer Papiermaschine, kam schon bald mit der Weltrekordmaschine PM3 eine zweite hinzu. Mit dieser Anlage werden pro Minute circa 100 000 Liter Faser-Wasser-Gemisch verarbeitet. Auf dem Weg durch die Maschine wird der nassen Papierbahn durch verschiedene Verfahrensschritte Wasser entzogen. Am Ende wird die Papierbahn auf Walzen aufgerollt, welche dann mit dem Papier rund 80 Tonnen wiegen. Die für die Produktion notwendige Dampferzeugung wird umweltfreundlich mit Erdgasfeuerung betrieben. Seit 2007 versorgt ein betriebseigenes Kraftwerk die Fabrik mit Strom und Dampf.

Mit einer Rollenschneidmaschine werden die großen Rollen umgewickelt und in der Länge und Breite nach den Kundenanforderungen geschnitten. Derzeit werden mit beiden Papiermaschinen 550 000 Tonnen Zeitungsdruckpapier pro Jahr aus dem Rohstoff Altpapier gewonnen. Dafür wird in großen Hallen das Altpapier bevorratet, das auch aus der Region kommt.

Um es für die Papiermaschine verwendbar zu machen, wird es in einer sogenannten Deinking Anlage zunächst mit Wasser in einem Pulper vermischt und in einzelne Fasern aufgeschlossen. Fremdkörper und Druckfarben werden im weiteren Verlauf entfernt. Im Fertiglager, das bis zu 20 000 Tonnen Papier fassen kann, werden rund um die Uhr die versandbereiten Papierrollen eingelagert, ehe sie an die Kunden verschickt werden.

Zurück von der Reise in die Welt der industriellen Papierherstellung im 21. Jahrhundert konnten sich die Besucher im großen Festzelt stärken. Für die Kinder war eine abwechslungsreiche Spiellandschaft aufgebaut. Die Freiwillige Feuerwehr Eltmann übernahm die Sicherheitswache im Werk und informierte an einem eigenen Stand über ihre Arbeit. Die Parkplatzeinweisung übernahmen die Feuerwehren aus Eschenbach, Weisbrunn, Dippach und Kirchaich. Ein Buspendelverkehr sorgte dafür, dass größere Verkehrsbehinderungen ausblieben.