Die Verbindungen sind schon seit Jahren vorhanden. Aber offiziell sind sie noch nicht. Das soll sich in naher Zukunft ändern. Die Kreisstadt Haßfurt strebt eine Partnerschaft mit der Stadt Pierrelatte in Frankreich an. Mit einem einstimmigen Beschluss stellte der Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend im Rathaus die Weichen für die Partnerschaft.

Diskussionen gab es nicht. Der Stadtrat befürwortet den Schritt. Die Kosten für die Partnerschaft schätzt die Stadt auf 5000 bis 10 000 Euro jährlich, je nach Intensität des Austausches.


Wunsch aus Frankreich

Die Partnerschaft geht auf einen Wunsch der Bürgermeisterin von Pierrelatte, Marie-Pierre Mouton, zurück.
Sie ist, wie Haßfurts Bürgermeister Günther Werner (FW) dem Stadtrat erläuterte, mit dem Anliegen an die Stadt Haßfurt herangetreten, die Verbindungen zwischen den beiden Städten mit einer Partnerschaft zu vertiefen.
In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gab es "schon viele Begegnungen mit Pierrelatte", erinnerte Werner. Er sprach Besuche der Franzosen in Haßfurt und Fahrten der Haßfurter nach Pierrelatte an, und er unterstrich den Schüleraustausch zwischen den Haßfurter Gymnasiasten und Jugendlichen aus Pierrelatte.

Mitte Dezember beteiligt sich der Landkreis mit einer Delegation am Weihnachtsmarkt in Pierrelatte. Neben einem Informationsstand sollen dort Winzer, Brauer und Kunsthandwerker aus dem Kreis Haßberge ihre Produkte vorstellen. Dieser Besuch könnte nach den Vorstellungen der Haßfurter dazu genutzt werden, die Partnerschaft zu besiegeln. Die Partnerschaftsurkunden könnten am Samstag, 12. Dezember, unterzeichnet werden.
Wenn die Urkunden unterschrieben sind, wird Haßfurt die dritte Stadt im Landkreis sein, die eine Partnerschaft mit einer Kommune in Frankreich hat. Königsberg unterhält seit Jahren enge Kontakte zu Donzere und Eltmann zu St.-Paul-Trois-Chateaux. Die drei französischen Städte liegen allesamt im Distrikt Tricastin, mit dem der Landkreis Haßberge seit 1975 eine Partnerschaft hat.


"Mit Leben füllen"

Stadtrat Norbert Geier (CSU) bat seine Kollegen im Ratsgremium und die Bürger in der Stadt, sich Gedanken zu machen, "wie wir das Ganze sinnvoll mit Leben füllen". Bürgermeister Werner ergänzte, die näheren Inhalte der Partnerschaft sollten erarbeitet werden.