18 Gebietsvereine sind unter dem Dach des Haßberg-Haupt-Vereins (HBV) vereinigt, um gemeinsam ihre Interessen zu vertreten. Die Jahresversammlung im Gasthaus "Goldener Schwan" in Ermershausen stand im Zeichen von Ehrungen und Preisvergaben und einer gescheiterten Wahl.

Zu einer sehr zähen Sache wurde der Tagesordnungspunkt Neuwahl der Vorstandschaft. Trotz großer Bemühungen konnte kein Vorsitzender gefunden werden. Deshalb wird der bisherige Vorsitzende Max Breitwieser (Friesenhausen) den Haßberg-Haupt-Verein kommissarisch weiterführen. Wie es hieß, besteht die Gefahr, dass das Amtsgericht irgendwann die Auflösung des Vereins verfügt.

Die weiteren Ämter

Zweiter Vorsitzender Oskar Schüßler (Aidhausen) übernahm auch die Rolle des Schriftführers. Die Kasse führt weiterhin Michael Hofmann (Rudendorf).

Hauptkulturwart wurde wieder Reinhold Schweda (Baunach). Als Wege- und Wanderwart wird weiterhin Ludwig Eichler (Baunach) aktiv sein und Schriftleiter bleibt Gerhard Schmidt (Ermershausen). Neuer Jugendwart ist Erik Hofmann aus Ebern. Kassenprüfer sind Ingrid Gehring und Margot Sohn (Reckendorf).

Ermershausens Vereinsvorsitzender Otto Zierlein erzählte von 22 Personen, die 1975 den HBV Ermershausen gründeten. Heute gehören dem Ortsverein 87 Mitglieder zum HBV Ermershausen. Zierlein ging besonders auf den neuen historischen Huttenweg ein, der dem Burgen- und Schlösserweg angegliedert wurde. Das Aushängeschild des örtlichen Vereins sei die Trachtengruppe, ein attraktiver Werbeträger, der heuer 30 Jahre alt wird.

Bürgermeister Werner Döhler (Bürgerliste) wies wie sein Vorredner auf die enge Zusammenarbeit zwischen HBV und Gemeinde hin. Er zeigte kurz die Entwicklung der Gemeinde seit der Wiedererlangung ihrer Selbstständigkeit 1994 auf. Den Haßbergverein bezeichnete Döhler als "Bindeglied der Generationen".

Winfried Seufert als Geschäftsführer berichtete von der Arbeit des Naturparks Haßberge . 2013 sei eine Broschüre mit den 18 Erlebnistouren im Naturpark erschienen, die auch den Huttenweg vorstellte. Weiterhin unterlag der Burgen- und Schlösserweg einer neuerlichen Beurteilung als Premiumweg. Der Naturpark habe mehr als 1000 Kilometer Wanderwege zu unterhalten, erklärte Seufert, ein Wegenetz, das nun ausgedünnt werden solle.

Den Verantwortlichen gehe Qualität vor Quantität. Weiter erwähnte er die Entstehung eines Imagefilms und die Sanierung des Amtsbotenwegs bei Königsberg. Dieses Jahr soll der Rennweg auf dem Kamm der Haßberge besser als Radweg ausgebaut werden.

Differenzen mit dem Staatsforst

Ärger gab es mit dem Staatsforst, weil dieser die Wegedecke zu grob schotterte und von daher die Nutzung einschränkte. Wie Seufert erklärte, habe nach vielen Besprechungen der Staatsforst Besserung gelobt.

Vorsitzender Max Breitwieser hatte nach eigenem Bekunden als Haupt- und Landesnaturschutzwart sehr viele Termine und Tagungen auf Orts- und Landesebene besucht, bei denen die Energiewende, Beratungen und Wegekontrollen im Mittelpunkt standen. Hauptkulturwart Reinhold Schweda stellte fest, dass in den Ortsvereinen viele Kulturveranstaltungen abgehalten wurden. Die nächste Kultur- und Literaturwanderung mit einem Nachtwächter findet am 16. Oktober um 16 Uhr in Baunach statt.

Hauptwander- und -wegewart Ludwig Eichler berichtete von den Wegekontrollen durch die Regierung von Oberfranken, die 2013 im Baunacher Gebiet vorgenommen wurden. Die nächste Wanderung wird am 23. März im Golddorf Mürsbach stattfinden.