Nur noch mit händischer Bedienung lässt sich zurzeit die Glockenanlage der Kirche Sankt Andreas in Wonfurt bedienen. Für die Reparatur der Steuerungsanlage und der Überholung zweier Klöppel, die an ihren Aufhängungen an den Glocken schadhaft sind, entstehen der Kirchenstiftung Kosten in Höhe von rund 12 000 Euro, die diese nicht alleine stemmen kann. Mit diesem Thema befasste sich der Gemeinderat Wonfurt am Dienstagabend in seiner Sitzung und sprach sich einstimmig dafür aus, die dafür nachgewiesenen und bezahlten Kosten, begrenzt auf eine Summe von maximal 16 000 Euro. zu übernehmen.

Bürgermeister Holger Baunacher betonte, dass der Realschematismus der Diözese Würzburg keine Angaben einer Baulastverpflichtung durch die Gemeinde enthält. Diese wird auch nicht durch die jetzige Kostenübernahme begründet. In der Vergangenheit wurden bereits in Dampfach 100 Prozent der Kosten übernommen und bei der Kirchensanierung in Steinsfeld wird ebenso verfahren.

Weiterhin ging es um die Standorte der Feuerwehren in der Sitzung. Anwesend waren Kreisbrandrat Ralf Dressel und die Kommandanten aus Wonfurt, Steinsfeld und Dampfach sowie etliche interessierte Feuerwehrleute aus Steinsfeld. An den Standorten Steinsfeld und Dampfach sind an den Gerätehäusern Anbauten oder Neubauten notwendig. Bürgermeister Baunacher warf die Frage auf, ob zwei Standorte für die Zukunft tragbar seien.

In der Diskussion, an der sich auch die Gäste beteiligen durften, wurde über das Für und Wider einer Zusammenlegung diskutiert. Die Vertreter der Feuerwehren und einzelne Gemeinderatsmitglieder betonten die Wichtigkeit der Feuerwehrvereine für das dörfliche Leben und dessen Zusammenhalt. Auch die Ausrückzeiten müssten eingehalten werden, so Dressel.

Insgesamt stehen bei den freiwilligen Feuerwehren im Gemeindegebiet in den kommenden Jahren Investitionen in einer Größenordnung von 840 000 Euro bis zu einer Million Euro an. Die Kommandanten und die Gemeinderäte sprachen sich für einen Erhalt der bisherigen Ortswehren mit eigenständigem Gerätehaus aus.

Bei der Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen ist die strategische Ausrichtung der einzelnen Wehren von großer Bedeutung. In vielen Vorgesprächen wurden die fachlichen Ausrichtungen diskutiert. In einer Präsentation stellte der Steinsfelder Kommandant den Systemwechsel der Fahrzeuge in seinem Ort vor. Hier soll in Zukunft ein mittleres Löschfahrzeug (MLF) oder ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) das bisherige Löschgruppenfahrzeug 8 (LF8) ablösen und für den vorhandenen Mannschaftstransportwagen (MTW) ein Gerätewagen Logistik (GW-L) angeschafft werden. Für das Tankfahrzeug in Wonfurt, das aus den 1970er Jahren stammt, empfahl der Kreisbrandrat, schon jetzt nach einem Ersatz Ausschau zu halten.

Zum Beginn des neuen Jahres wird die Wassergebühr von aktuell 2,09 Euro auf 1,92 Euro je Kubikmeter gesenkt. In diesen neuen Betrag ist der Überschuss aus dem zurückliegenden Kalkulationszeitraum eingerechnet, der den Bürgern auf diese Weise erstattet wird. Ebenso sind die Schätzkosten des Ingenieurbüros berücksichtigt, die für die notwendigen Sanierungen im Bereich der Dr.-Steinmüller-Straße und Sonnenstraße veranschlagt sind, die im folgenden Kalkulationszeitraum ausgeführt und abgerechnet werden.

Der Gemeindewald hat in den vergangenen beiden Jahren stark gelitten. Größere Flächen an Nadelhölzern sind vom Borkenkäfer betroffen und wurden teilweise schon eingeschlagen, erklärte Bürgermeister Baunacher. Die Aufforstungen seien für kommendes Jahr angedacht. Der Altachwald hat im Umgriff der Kriegergedächtniskapelle an der Staatsstraße 2275 sehr viel tote Bäume und Totholz. Unter Berücksichtigung der Verkehrssicherungspflicht müssen hier auf circa 20 Metern Länge die toten Hölzer zeitnah entfernt werden.

In der Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Theres im vergangenen Monat wurde beschlossen einen externen Datenschutzbeauftragten für die VG und die Mitgliedsgemeinden zu benennen. Eine Auftragsvergabe kann noch nicht erfolgen, da zunächst die Fördermöglichkeiten im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit geprüft werden. Dem Vorschlag des Landkreises Haßberge, gemeinsam mit dem Landkreis und anderen Kommunen einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, stimmten die Wonfurter Gemeinderäte nicht zu.

Gleiches gilt für den Informationssicherheitsbeauftragten, den ebenfalls jede Gemeinde und VG haben muss. Aufgrund der Personalsituation hat sich die Gemeinschaftsversammlung dafür ausgesprochen, dass dieser Posten an eine externe Firma vergeben werden soll.