Es ist mit Sicherheit ein sportliches Großereignis. Jedenfalls für viele Schüler aus elf Förderzentren im Bezirk. Die Lebenshilfe Haßberge, besser gesagt das Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Sylbach, ist am Mittwoch, 5. April, nach elf Jahren Ausrichter der alljährlichen unterfränkischen Tischtennismeisterschaften.

Ab 10 Uhr kämpfen in der Dreifachturnhalle des Haßfurter Schulzentrums 48 Teilnehmende aus Fuchsstadt, Bad Kissingen, Kitzingen, Unsleben, Würzburg, Aschaffenburg, Elsenfeld, Lohr am Main, Schweinfurt, Oberlauringen und Sylbach an zwölf Platten um Punkte und Trophäen. Und die Lokalmatadoren Hannes Schwemmler, Fabian Münch und Sebastian Ziegler hoffen natürlich darauf, möglichst weit zu kommen. Das Ende ist gegen 14.30 Uhr geplant.


Bezirksweiter Vergleich

Auf den Weg gebracht wurde der große, bezirksweite Tischtennisvergleich von Norbert Back. Der ehemalige Werklehrer aus Fuchsstadt entwickelte 1997 ein ausgefeiltes Spielsystem. So gibt es am Mittwoch wie seit Anfang an mehrere faire Runden, die das Können der einzelnen Sportler berücksichtigen. Mädchen und Jungen spielen gemeinsam, werden am Ende jedoch getrennt gewertet.

Wie im letzten Jahr auch werden neben der Einzelwertung auch die besten drei Schulen gewürdigt. Unterstützt werden die Sportler dabei von Schülern der Realschule und ihrem Lehrer Felix Bindhammer, die als Schiedsrichter das sportliche Event begleiten.


Es geht um mehr als Sport

"Neben dem attraktiven Tischtennissport stehen jedoch vor allem die sportliche Bewegung allgemein, das Aufheben von Grenzen sowie die Schaffung neuer Freundschaften im Blickpunkt des Events", macht der in Sylbach zuständige Sonderschullehrer Thomas Lilge deutlich. Gleichzeitig hofft der 30-Jährige auf eine volle Tribüne in der Halle. "Wir freuen uns auf viele Zuschauer, die alle jungen Sportlerinnen und Sportler unterstützen und anfeuern. Der Eintritt ist natürlich frei."

Damit die große Veranstaltung reibungslos über die Bühne gehen kann, ist im Vorfeld viel Arbeit erforderlich. Dank des großen Engagements des Sportbeauftragten der Schule der Lebenshilfe, Daniel Serfas, sowie dank der guten Zusammenarbeit zwischen dem Hausmeister Joachim Brand (Realschule), Rene Frank (Lehrer am Gymnasium) und Andreas Oerl (TV Haßfurt), wird jedoch alles bestens organisiert. Vor Ort unterstützen auch acht Soldaten der Lebenshilfe-Partner-Kompanie aus Volkach die Veranstaltung und kümmern sich um die Verpflegung. Eine eigens gegründete Cheerleadergruppe mit Leiterin Ulrike Günter sorgt für Stimmung. rn