Tödlicher Flugunfall bei Ebern - Pilot stirbt bei Rollübungen: Am Freitagabend ist ein Mann mit einem Motorgleitschirm-Trike verunglückt. Er zog sich so schwere Verletzungen zu, dass er vor Ort verstarb, wie das Polizeipräsidium Unterfranken. Ein auf Luftfahrt spezialisierter Beamter der Kriminalpolizei Schweinfurt hat noch am Abend den Unfall gemeinsam mit zwei Gutachtern aufgenommen, um die noch unklare Ursache des Unglücks zu klären. Es ist der zweite tödliche Flugunfall innerhalb von 48 Stunden in Franken: Bei Kulmbach waren am Donnerstagabend zwei Menschen kurz nach dem Start des Flugzeugs ums Leben gekommen.

Dem aktuellen Ermittlungsstand nach hatte der 62-Jährige auf einer Wiese auf Höhe des Flugplatzes bei Sendelbach gegen 19.40 Uhr mit seinem Trike Rollübungen durchgeführt. Aus bislang ungeklärter Ursache beschleunigte offenbar der Motor des "Fresh Breeze Trike Xcidor", stieg in die Luft auf und überflog einen Bach. Anschließend verunglückte der Mann mit dem Flugobjekt in der angrenzenden Wiese. Der Senior zog sich so schwere Verletzungen zu, dass für ihn jede Hilfe zu spät kam. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 62-Jährigen feststellen. 

Flugplatz Ebern-Sendelbach: Mann stirbt bei Flugübung - Notarzt kann nur Tod feststellen

Die Polizei aus Ebern hatte die ersten Ermittlungen vor Ort übernommen. Wie bei Luftfahrtunfällen üblich, hat ein speziell geschulter Beamter die Sachbearbeitung übernommen. Das THW unterstütze die Polizei und barg das Fluggerät, das für weitere Untersuchungen sichergestellt ist. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde ein Luftunfallgutachter mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt und befand sich zur Unterstützung des Sachbearbeiters ebenfalls vor Ort. Auch das Bundesamt für Flugunfälle ist in die Untersuchung eingebunden und hat einen Gutachter zur Unfallstelle entsendet.