Sabine Hillemeir aus Eyrichshof schuf einen Bilderzyklus nach Texten aus dem "Buch der Könige" über den Propheten Elia. Die Ausstellung ist zurzeit in der Stephanskirche in der Bamberger Altstadt bis Ende Oktober zu sehen.

Als Anregung dienten der Künstlerin nach eigener Aussage "die kraftvollen und archaischen Szenen aus dem Alten Testament". Im Oratorium "Elias" von Mendelssohn-Bartholdy seien sie auf meisterhafte wie aufwühlende Weise in Musik umgesetzt. Die Aufführung des Mendelssohn-Werkes am Sonntag in der Stephanskirche, an der Hillemeir neben weiteren Sängern aus Ebern mitwirkt (17 Uhr), veranlassten sie, ihre Gedanken und Emotionen in Bildern darzustellen.

Spannende Szenen

Der Zyklus erzählt von der existentiellen Not unter dem Fluch jahrelanger Dürre und "von Elias, der sich auf göttlichen Befehl in die Wüste zurückzieht und dort von Vögeln mit Brot und Fleisch versorgt wird". Die Malerin verleiht auch der "Witwe aus Zarpath mit ihrem todkranken Sohn, der von Elias ins Leben zurückgeholt wird", bildlich Ausdruck. Vom "Wettstreit der Propheten Baals", der "Feuerprobe für Elias", vom "entmutigten und verfolgten Elias" berichtet sie mit ihren Gemälden.

Besonders eindrucksvoll ist das Bild über "Elias, der in der Wüste schläft und wo ihm ein Engel erscheint" als Pendant zum berühmten Engelsterzett des Oratoriums. Das letzte der zwölf Aquarelle bezieht sich auf den Text: "...Da kam ein feuriger Wagen mit feurigen, feurigen Rossen und fuhr im Wetter gen Himmel." Die Bilder sind in Aquarell mit Tusche gemalt. Als Herausforderung bezeichnet Hillemeir die "Darstellung der gewaltigen Szenen in relativ kleinem Format". Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober in der Stephanskirche zu sehen.