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Geroldswind
Politischer Ascherdonnerstag

Dorothee Bärs Fingerzeig für die Wahl

Beim CSU-Ortsverband Maroldsweisach plädierte die Staatssekretärin dafür, über allem Wahlkampf vor der Bundestagswahl die Sachpolitik nicht zu vergessen.
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MdB Dorothee Bär, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), bei ihren Ausführungen in Geroldswind.
MdB Dorothee Bär, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), bei ihren Ausführungen in Geroldswind.
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Deftige Heringe mit Kartoffeln wurden beim "politischen Ascherdonnerstag" des CSU-Ortsverbandes Maroldsweisach in Geroldswind im dortigen Mehrzweckgebäude serviert, mit Bierpreisen wie zu Omas Zeiten.
MdB Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur , begab sich auf einen Streifzug durch politische Themenfelder der Bundes- und Landespolitik und ehrte mit CSU-Ortsvorsitzendem Rupert Fichtner und Landrat Wilhelm Schneider langjährige Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Maroldsweisach.

Fichtner, der Zweite Bürgermeister des Marktes Maroldsweisach, Harald Deringer, und Landrat Schneider hoben ihrerseits die Unterstützung der Staatssekretärin für die Gemeinde und den Landkreis in verschiedensten Bereichen hervor.


Perspektven vor der Wahl

Dorothee Bär stellte im Hinblick auf die Bundestagswahl am 24. September die Frage, ob man in den verbleibenden sechs Monaten nur noch Wahlkampf machen wolle. "Ich finde das etwas schwierig, weil wir nicht dazu gewählt wurden, jetzt mit der Sachpolitik aufzuhören und nur Wahlkampf zu machen. Ich finde es wichtig, bis zum letzten Tag seinen Job zu machen", sagte die Ebelsbacherin.

Allerdings zielten ihre Ausführungen in Geroldswind auf die anstehende Bundestagswahl ab, die man zusammenfassen könnte in der Frage "Was wäre wenn die Union nicht mehr regieren würde?" Sie schilderte ein "Personenkarussell" bei der SPD, seit Martin Schulz Kanzlerkandidat wurde. "Da wurden schnell mal die Posten getauscht oder neu besetzt und sogar Brigitte Zypries, die nicht mehr für den Bundestag kandiert, bekomme das letzte halbe Jahr noch ein "Austragstüberl" als Ministerin für Wirtschaft und Energie, monierte Bär. Das sei sogar manchen in der SPD negativ aufgestoßen.


"Siegestrunken"

Bär schilderte, "wie siegestrunken und wie fast besoffen, unsere SPD-Kollegen durch Berlin laufen" als wenn man die Wahl schon fast gewonnen habe und "im Internet Schulz als Gott Kanzler bezeichnet." Aber Hochmut komme vor dem Fall.

Sollte Schulz die Möglichkeit haben, Kanzler zu werden und an der Union vorbei eine Regierung auf die Beine zu stellen, dann würden nach ihrer Ansicht Personen in Ministerämter kommen, die für das Land nicht gut wären. "Ich bin mir ganz sicher, dass dann in unserem Land nichts besser würde weil wir jetzt schon merken, in welche Richtung die Politik dann treiben würde.

Das fange bei der Familienpolitik an und auch die Mobilität, wie zum Beispiel beim Straßenbau, würde in Frage gestellt. Das zeichne sich in Sitzungen des Verkehrsausschusses ab. "So können nur Leute reden, die nicht vom Land kommen und nicht um die dortigen Probleme wissen", sagte Bär. Gleichwertige Lebensverhältnisse könnten nicht erreicht werden, wenn man Stadt und Land gegeneinander ausspiele.

Auch die innere Sicherheit würde sich wandeln, orakelte die Rednerin, die sich mit der Arbeit der Polizei sehr zufrieden zeigte. Letztlich zeigte sich die Staatssekretärin überzeugt, dass die Wahl im September positiv für die derzeitige Regierung ausgehen werde. "Wir wissen, wer zuletzt lacht, lacht am besten."


Frage nach der Ortsumgehung

In einer kurzen Diskussion sprachen Alfred Schleicher, Erhard Denninger und Harald Deringer die Ortsumgehungen für Maroldsweisach und Voccawind an. "Das mit der Ortsumgehung Voccawind kann ich gar nicht mehr hören. Es geht schon mehr als 30 Jahre darum und nichts hat sich getan", sagte Denninger. Die Staatsekretärin erklärte, dass die Umgehungen weiter in den Planungen seien und sie mit Landrat Wilhelm Schneider dafür arbeiten werde, dass diese fortgeführt würden. Wann die Pläne umgesetzt werden, könne man noch nicht sagen. Sie, Bär, habe schon Straßen mit freigegeben, deren Planung 100 Jahre zurück lag.
Geehrt wurden folgende Personen vom CSU-Ortsverband Maroldsweisach: Karlheinz Gütlein für 45 Jahre Zugehörigkeit. 40 Jahre sind Erhard Denninger, Helmut Welz, Alfred Schleicher und Hand Meyer dabei. Ihnen wurden Urkunden und Anstecknadeln der Partei überreicht.