Die Verkehrsachsen in der Gemeinde Oberaurach sind Staatsstraßen, und wegen deren schlechten Zustands hat sich die Gemeinde an Staatssekretär Gerhard Eck gewandt. Mit dem Staatlichen Bauamt wurde ein Sanierungskonzept entwickelt, dessen Umsetzung mit der Fahrbahnsanierung der Staatsstraße 2276 zwischen Trossenfurt und Kirchaich begann. An dem vor zwei Wochen fertig gestellten Teilstück trafen sich Eck, Bürgermeister Thomas Sechser und Bauoberrat Manfred Rott, um auch über die weitere Umsetzung des Sanierungskonzepts zu sprechen.

Gerhard Eck betonte die Bedeutung eines intakten Straßennetzes gerade für den ländlichen Raum. Er gestand ein, dass beim Straßenunterhalt massiv gespart wurde, jetzt sei man dabei, die Etats aufzustocken. Wichtig sei vor allem der rechtzeitige Eingriff, wie an dem Streckenabschnitt Trossenfurt-Kirchaich. "Eine ordentliche Straßendecke, bevor Wasser und Frost massivere Schäden anrichten, ist bares Geld wert", so Eck. Schließlich kostet ein Neuausbau einer total maroden Straße ein Vielfaches einer Deckensanierung.

In einem Schwung durch

Um Folgeschäden zu vermeiden, wird auch der Teilabschnitt Unterschleichach-Tretzendorf der gleichen Staatsstraße im Oktober eine neue Fahrbahndecke erhalten, kündigte Manfred Rott an. Hier wurden seit Sommer 2012 Amphibientunnel eingebaut, die Restarbeiten laufen. Dann gibt es auch hier eine komplett neue Fahrbahndecke.

Thomas Sechser informierte Eck über das Vorhaben der Gemeinde, hier den seit 25 Jahren gewünschten Radweg zu verwirklichen. Derzeit biete sich die Gelegenheit, "drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen", so Sechser. Da die Unterschleichacher Kläranlage stillgelegt werden soll, muss eine Abwasser-Druckleitung von Unterschleichach nach Tretzendorf durch den Aurachgrund und damit durch das Naturschutzgebiet "Tretzendorfer Weiher" gelegt werden.

Diese Trasse bietet sich an, gleichzeitig zwei wichtige Infrastrukturprobleme für Oberaurach zu lösen: Breitbandkabel von Schleichach nach Trossenfurt-Tretzendorf und der Radweg. "Das ist ja quasi eine Ideallösung", fand Eck und sicherte Gemeinde wie Bauamt seine volle Unterstützung zu.

Lückenschluss am Radweg Richtung Bamberg

Sehr erfreut zeigte sich Eck, dass das kleine Verbindungsstück Radweg von Kirchaich nach Priesendorf auf unterfränkischer Seite nach zähen Verhandlungen in Naturschutzfragen jetzt möglich sei. Er werde sich mit der Regierung von Oberfranken nochmals in Verbindung setzen, denn es könne ja nicht sein, dass durch Naturschutzauflagen eine Lücke von 150 Metern entsteht.

Sehr schadhaft ist die Staatsstraße von Kirchaich nach Dankenfeld und weiter bis Schindelsee, wie sich Ech vor Ort überzeugte. Nur mit einer Fahrbahndecke ist es hier nicht getan, an den Kurven und Kuppen muss einiges geändert werden.

"Wenn wir hier nur eine bessere Fahrbahn hinlegen, sind die Unfälle vorprogrammiert, weil die Autos aus den Kurven fliegen", sagte Manfred Rott. Außerdem muss die Übersicht an der Einmündung der Steigerwald-Höhenstraße zwischen Dankenfeld und Schindelsee auf jeden Fall übersichtlicher werden. Beim Bau der Radwege von Kirchaich bis Schindelsee sind Trassenveränderungen der Staatstraße bereits berücksichtigt.

Gerhard Eck sah die Notwendigkeit, auch hier zu investieren, allerdings in zwei bis drei Bauabschnitten: "Wir planen das mal durch und informieren im Herbst über die Möglichkeiten".

Er dankte Rott und dem Staatlichen Bauamt zu bedanken, die im Rahmen ihres Budgets das Möglichste täten, und den Kommunen, die viel Geld aufwenden würden, um die Infrastruktur zu verbessern. So könne der Radweg zwischen Eltmann und Trossenfurt nur verwirklicht werden, weil die beiden Kommunen bereit sind, ihn in Sonderbaulast zu erstellen.