Leider müsse Roßstadt noch bis Ende des Jahres mit der Baustelle entlang der Ortsdurchfahrt leben, sagte der Bürgermeister anfangs. Allerdings werde die Straße bis zum Sommer bis zum Brauereihof fertig.

Von der neuen Firma, die den zweiten Bauabschnitt abwickelt, wünschten sich die anwesenden Jugendlichen und auch die Eltern, dass die freien Wege besser ausgeschildert werden. Immer wieder müsse man, so hieß es, morgens durch den Ort irren und den Weg zur Bushaltestelle oder zur Straße suchen. Das sei im letzten Jahr besser gewesen.

Umbau für die Zukunft

Die Maßnahme sei eine Investition auch für die Jugend, stellte Bürgermeister Michael Ziegler fest, denn Roßstadt solle so gestaltet werden, dass junge Menschen hier ihren Lebensmittelpunkt wählen, auch wenn sie vielleicht ihren Arbeitsplatz später etwas entfernter finden.


Außerdem habe die Stadt vorgesorgt und Leerrohre verlegt, damit sobald sich die Möglichkeit ergibt, Glasfaserkabel für die DSL-Versorgung eingezogen werden können. Auch sei ein Baugebiet fertig geplant, damit junge Menschen auch in Roßstadt bauen können.

Wohnwagen bei privat

Davon jedoch waren die Teilnehmer der Jugend-Bürgerversammlung noch etwas entfernt. Sie interessierten sich brennend für die Themen Spielplatz und Jugendraum. Die Jugendraum-Frage haben die derzeitigen Jugendlichen privat geklärt, wie sich herausstellte: Sie haben einen Wohnwagen auf einem Privatgrundstück stehen. Dort, am Sportgelände, sei wohl auch für die Zukunft der richtige Standort für einen Jugendraum, da es dort auch bei lauterer Musik keine Beeinträchtigung von Nachbarn gebe, erkannte der Bürgermeister.

Einen Jugendraum ins Gemeinschaftshaus einzuplanen, wenn im Rahmen der Dorferneuerung das alte Rathaus umgestaltet wird, hielten die jungen Leute für eher nicht so gut. Der Sportverein habe bereits signalisiert, dass die Jugend auf dem Gelände willkommen ist.

Komplett abgeräumt ist derzeit der Spielplatz von Roßstadt, nicht nur wegen der Bauarbeiten. Die Spielgeräte waren in die Jahre gekommen. Deshalb soll der Spielplatz komplett neu ausgestattet sein, wenn er im Sommer wieder zur Verfügung steht.

Fußballtor und Seilbahn

Viele Wünsche hatten die Kinder, von der klassischen Ausstattung mit Sandkasten, Schaukel und Fußballtor über Kletter- und Balanciermöglichkeiten, bis hin zu Karussell und Seilbahn. Die Kombination aus Balance und Basketballkorb, wie sie der Generationenparcours in Eltmann bietet, gefällt den jungen Leuten aus Roßstadt gut. Einen Wunsch hatten die anwesenden Mütter: "ein großes Schild auf dem steht, dass ein Spielplatz kein Hundeklo und kein Hundewaschplatz ist". Wichtig wäre auch, dass die Bepflanzung die Sicht von der Straße her weniger einschränkt als die bisherige.

Anhand von Katalogen präzisierten Kinder und Jugendliche ihre Vorstellungen vom neuen Spielplatz. Mario Pfister vom städtischen Bauamt notierte die Wünsche, wird eine Planung und eine Kostenermittlung erstellen und dann will sich der Bürgermeister vor der Umsetzung nochmals mit der Roßstadter Jugend treffen, um die endgültige Ausstattung festzulegen. "Schließlich müssen wir auch zusehen, was der Platz hergibt", erklärte er.