Kindergartenleiterin Christine Hofmann war froh, dass die einjährige Bauzeit vorüber ist und schöne neue Räume entstanden sind. Bei laufendem Betrieb, erinnerte sie, "hat es jeden Tag neue Herausforderungen gegeben. Die Kinder waren immer live dabei." Und ihre Erlebnisse durften die Kleinen nun nachspielen. Helene Frey schrieb wieder ein passendes Stück dazu.

Drei Jahre Baustelle sind rum

Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) war stolz, dass der Kindergarten so schön wurde: "Wir haben zwar drei Jahre eine Baustelle vorgefunden. Aber ich bitte um Verständnis für die Unannehmlichkeiten während dieser Zeit. Die Einrichtung war uns am Herzen gelegen und wir wollten, dass er modern wird und von Eltern und Kindern auch voll angenommen wird.
Deswegen haben wir insgesamt 500 000 Euro investiert, und das hat sich jetzt schon gelohnt."

Großen Jubel löste seine Ankündigung aus, dass es vor der Sommerpause noch ein Grillfest für die Kleinsten gebe. An die Erwachsenen sandte er wegen der demographischen Entwicklung (es gibt immer weniger Kinder) einen Appell zu mehr Kindern: "Strengt euch alle an!"

Vorbilder für die Erwachsenen

Diakon Joachim Stapf, Religionspädagogin Ute Schaller sowie Leiterin Christine Hofmann gestalteten die Einweihungsfeier für die neue Krippe. "Ist das ein schöner Tag", sangen die Kinder. Ute Schaller meinte, "Kinder sind auch Vorbilder für die Erwachsenen. Von ihnen kann man viel lernen für das Leben und den Glauben, weil sie offen und neugierig sind."

Die kleine Revue zur Umbauzeit kam bestens an: Buben und Mädchen standen in Handwerker-Kleidung auf der Bühne und bekamen schon bei der ersten Szene viel Beifall. Da meinte Alina: "Ja im Stadtblättla stehts, der Kindergarten kriegt a neua Grippe, jetzt zittert vor Angst die ganze Sippe." - Martina erwiderte: "Kerstin, vom Personal ist kaner krank, des war a Druckfehler, Gott sei Dank. Wir hams mit unserm Fränkisch schwer, Grippe und Krippe ähneln sich sehr."

Genau so war das...

In typischer Manier charakterisierten sie die Eltmanner Handwerksleute, die Männer vom Bauhof oder die Frauen der Putzkolonne. Natürlich präsentierten sie auch einen Richtspruch für die "Schesengarage" (Kinderwagengarage) und sprachen den Bauherrn auf das Richtfest an.

Hennes sagte, "die Schesengarage wird ein schönes Haus, wir hoffen der Bauherr gibt auch was aus. Habt ihr denn schon mit dem Bürgermeister gesprochen? Nach Bratwürst hats scho gerochen. Ich bin mir sicher, der Bürgermeister lässt sich net lump und gibt was aus zu entsprechender Stund."

In einem kleinen Festzug ging es zum Kindergarten, wo Diakon Stapf die Räume segnete und alles beim "Tag der offenen Tür" besichtigt werden konnten. Zauberer Richie war dicht umlagert.