Neubrunn gilt als Fußballhochburg in den "Heiligen Ländern" und der 1. FC feiert an diesem Wochenende sein 70. Gründungsjubiläum. Mit einem Festkommers blickt der Verein am heutigen Freitag um 18.30 Uhr auf seine bewegte Geschichte zurück und wird verdiente Mitglieder ehren.

Am Samstag ist um 16 Uhr ein Einlagespiel gegen eine ungarische Mannschaft geplant und am Sonntag, 12. Juni, sind ein Festgottesdienst sowie ein ganztägiges "Bulldog-Treffen" am Sportgelände die Attraktionen.
Aus den ersten Jahren nach dem Kriege sind kaum oder nur sehr wenige Aufzeichnungen vorhanden. Schon im Jahre 1946 trafen sich aber einige "fußballverrückte Bürger" in der "Oberen Wirtschaft", um einen Fußballclub zu gründen.


Erst Spiele im Unterhemd

Damit war der 1. FC Neubrunn geboren und fortan ging es Schlag auf Schlag. Die Errichtung eines Sportplatzes in der Passmühle stand zunächst im Vordergrund und die ersten Punktspiele wurden schon im November 1946 bestritten. Das ging natürlich nicht ohne Trikots. Dazu wurden einfach die Unterhemden zu Trikots umfunktioniert. Die Farbe "rot" durfte nicht fehlen und deshalb wurde der rote Brustring" kurzerhand aus dem Stoff der Hitlerflagge entnommen. Schon nach einem Jahr wurde dann von der Gemeinde in unmittelbarer Nähe zum Ort ein neues Sportgelände zur Verfügung gestellt. Damit war auch der Grundstein für das heutige "Steinlein-Stadion" gelegt. Die Einweihung des neuen Sportplatzes wurde aus Mangel an finanziellen Möglichkeiten erst im August 1950 vollzogen.
Wie es in der Chronik heißt, gönnten sich die FC-Urväter keine Pause und gründeten bereits 1948 eine Jugendmannschaft. Auch die sportlichen Erfolge, erst in der C- und dann in der B-Klasse, ließen nicht auf sich warten. In der Saison 1968/69 wurde erstmals der Sprung in die damalige A-Klasse geschafft und gleichzeitig wurde auch eine Schülermannschaft gegründet.


Bis in Bezirksliga vorgestoßen

Nach einigen Jahren Zugehörigkeit in der A-Klasse konnte in der Saison 1974/75 der bisher größte sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte gefeiert werden, der Aufstieg in die Bezirksliga Unterfranken/Ost. Bald wurden dann auch im Jugendbereich einige Meisterschaften gefeiert. Ab 1976 gab es die Damen-Gymnastikgruppe, die damit ebenfalls schon auf 40 Jahre zurückblicken kann und 1981 entstand die Unterabteilung "Kegeln". Diese machte sich jedoch 1984 selbständig, wobei der FC Neubrunn stolz darauf ist, bei ihr Patenverein zu sein.
Im Mittelpunkt der 80er Jahre standen der Bau des heutigen Sportheims (1979-1981) und der Sportplatzneubau (1988), mit dem auch ein Ausweichplatz errichtet wurde. Ein nennenswertes Ereignis feierte der FC Neubrunn im Jahre 2002 mit einer Doppelmeisterschaft. Die Erste Mannschaft erreichte die Meisterschaft in der Kreisklasse 1 und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga Schweinfurt. Gleichzeitig konnte auch die Zweite Mannschaft eine Meisterschaft in ihrer Klasse verbuchen. Somit spielte der Verein wieder einige Jahre in der höchsten Spielklasse des Landkreises.

Im Jahre 2012 erfolgte wieder der Abstieg aus der Kreisliga, aber das Intermezzo in der Kreisklasse dauerte nur eine Saison. Die Neubrunner stiegen sofort wieder in die Kreisliga auf, der sie heute noch angehören. Die Beständigkeit der Neubrunner Fußballer kommt dadurch zum Ausdruck, denn bis auf dieses eine Jahr gehören die Neubrunner damit schon 14 Jahre der höchsten Liga des Spielkreises Haßberge/Schweinfurt an. Kein Wunder, dass die Neubrunner ihr 70-jähriges Jubiläum auch entsprechend feiern.
Freitag 10. Juni,
18.30 Uhr Festkommers mit musikalischer Begleitung der "Neubrunner Dorfmusikanten"

Samstag, 11.Juni,
16 Uhr Spiel gegen eine ungarische Mannschaft
19 Uhr Gemütliches Beisammensein am Sportheim mit den "Colorados"

Sonntag, 12.Juni,
10 Uhr Festgottesdienst im Sportheim; anschließend ganztägiges "Bulldog-Treffen" mit vielen Attraktionen.

Sportwochenende
vom 21.Juli bis 24. Juli
mit interessanten Mannschaften und Werbespielen. Als "Highlight" gilt dabei am Samstag, 23. Juli, das U-15-Spiel des FC Neubrunn gegen den 1. FC Nürnberg.