Darsteller wuchsen über sich hinaus

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Viel Begeisterung strahlte beim Musical "Herzschlag" der Projektchor aus, der sehr professionell auftrat.Christian Licha
Viel Begeisterung strahlte beim Musical "Herzschlag" der Projektchor aus, der sehr professionell auftrat.Christian Licha
Die beiden "Krankenschwestern", die das Publikum zum Mitmachen animierten, wurden von zahlreichen "OP-Assistenten" unterstützt.Christian Licha
Die beiden "Krankenschwestern", die das Publikum zum Mitmachen animierten, wurden von zahlreichen "OP-Assistenten" unterstützt.Christian Licha
 
Die Stunden der Ungewissheit plagten Maria und Marta (von rechts) beim Warten im Krankenhaus.Christian Licha
Die Stunden der Ungewissheit plagten Maria und Marta (von rechts) beim Warten im Krankenhaus.Christian Licha
 
Sehr farbenfroh ging es auf der Bühne zu.Christian Licha
Sehr farbenfroh ging es auf der Bühne zu.Christian Licha
 
"Herzschlag": Passend zum Titel des Musicals regnete es zum Abschluss unzählige rote Herzen.Christian Licha
"Herzschlag": Passend zum Titel des Musicals regnete es zum Abschluss unzählige rote Herzen.Christian Licha
 
Hauptleiterin Silke Schebitz (vorne links) fand die passenden Worte am Ende der Aufführung: "Ihr wart der Hammer!"C. Licha
Hauptleiterin Silke Schebitz (vorne links) fand die passenden Worte am Ende der Aufführung: "Ihr wart der Hammer!"C. Licha
 
Immer ein Lächeln auf den Lippen hatten die jugendlichen Darsteller.Christian Licha
Immer ein Lächeln auf den Lippen hatten die jugendlichen Darsteller.Christian Licha
 
Rund 500 Zuschauer waren zu dem Event in die Dreifachturnhalle Ebern gekommen.C. Licha
Rund 500 Zuschauer waren zu dem Event in die Dreifachturnhalle Ebern gekommen.C. Licha
 
Das Team (vorne) des Vereins Adonia sorgte im Hintergrund dafür, dass alles perfekt abläuft.Christian Licha
Das Team (vorne) des Vereins Adonia sorgte im Hintergrund dafür, dass alles perfekt abläuft.Christian Licha
 
Zum Abschluss zogen alle Camp-Teilnehmer durch das Publikum.Christian Licha
Zum Abschluss zogen alle Camp-Teilnehmer durch das Publikum.Christian Licha
 

Biblische Geschichten können spannend sein und Jugendliche faszinieren. Das hat am vergangenen Wochenende das Musical "Herzschlag" in Ebern bewiesen.

Über 70 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren wirkten bei dem Stück in der Dreifachturnhalle des Friedrich-Rückert-Gymnasiums mit, das eine moderne Umsetzung der biblischen Geschichte über die Geschwister aus Bethanien war. Im Rahmen eines Musicalcamps des Vereins Adonia hatten die Mädchen und Jungen, die aus ganz Nordbayern kamen, im mittelfränkischen Schillingsfürst geprobt und dabei ihre Talente entdeckt. Danach ging es auf eine viertägige Tournee, deren Abschlussveranstaltung in Ebern der Höhepunkt war.
Warum ausgerechnet Ebern? Anja Dinkel aus dem Untermerzbacher Gemeindeteil Buch ist schon jahrelang begeisterte ehrenamtliche Helferin im Verein Adonia. Die engagierte Frau stellte das Projekt Bürgermeister Jürgen Hennemann vor und rannte damit offene Türen ein: "Ich freue mich immer, wenn Jugendliche in ihrer Freizeit bei Gemeinschaftsprojekten engagiert sind und damit auch etwas für sich tun", erklärte Hennemann. Das Stadtoberhaupt unterstützte das Vorhaben gerne und fand einen Veranstaltungsort. Die Turnhalle war ein passender Platz, denn es wurde auch eine großer Besucheransturm erwartet.


Ein Solo von Salome Dinkel

500 Zuschauer waren dann am Samstag fasziniert von den Darbietungen. Auch die Kinder der Familie Dinkel, Nathanael (12) und Salome (13), sind schon mehrfach in verschiedenen Camps dabei gewesen und fühlten sich dort immer pudelwohl. Salome durfte dieses Mal auch bei der Adonia-Hymne "Unser Land" ihr musikalisches Talent ausleben und sang ein Solo.
Bereits am Anfang der Aufführung wurde das Publikum einbezogen, indem es von den jugendlichen Schauspielern in die Grundkenntnisse der "Ersten Hilfe" eingeweiht wurde. Musikalisch wurde erklärt, wie eine Herzdruckmassage richtig angewendet wird. Die Zuschauer durften diese dann mit den entsprechenden Handbewegungen nachmachen.


"Gott ist stärker als der Tod"

Die überarbeitete Bibelgeschichte spielte im Herz-Jesus-Krankenhaus. Lazarus, dargestellt von Manuel Maas, wurde mit einem Herzstillstand eingeliefert. Seine beiden Schwestern Maria (Anjulie Hartrampf) und Marta (Corinna Albert) lähmte die Ungewissheit und das Warten im Krankenhaus. Die Ärzte kämpften um das Leben des Jungen. Die beiden Schwestern riefen ihren Freund Immanuel, dargestellt von Stefan Eißler, zu Hilfe, der aber nichts von sich hören ließ. Schließlich starb Lazarus und die Mädchen fragten sich: "Warum war er nicht hier in der Not?"
In den traurigsten Stunden ihres Lebens erfuhren Maria und Marta dann von der übernatürlichen Kraft desjenigen, der sagt, er selbst sei die Auferstehung und das Leben. "Gott ist stärker als der Tod" - davon waren die Geschwister schließlich überzeugt.


Zum Nachdenken angeregt

Die vielen Lieder des Musicals gingen sofort ins Ohr und regten auch zum Nachdenken an. Begleitet wurde der Chor von einer Band, die sich auch aus Camp-Teilnehmern zusammensetzte.
"59 Musical-Projektchöre und rund 1000 ehrenamtlich Helfer gibt es in ganz Deutschland", sagte die Hauptleiterin, Silke Schebitz aus Treuchtlingen, die dort hauptberuflich bei der Stadtverwaltung beschäftigt ist und sich extra für das Camp Urlaub genommen hatte. "Wir stärken den Glauben und die Persönlichkeit eines jeden Jugendlichen und freuen uns immer, wenn wir sehen, wie sie über sich hinauswachsen", fuhr die Leiterin fort. Sie dankte auch ihrem Team, ohne das alles nicht zu stemmen gewesen wäre. Ein besonderer Dank galt aber auch Anja Dinkel, die vor Ort mit zahlreichen Freunden und Bekannten alles organisiert hatte. Die Wasserwacht Ebern war ebenfalls mit eingebunden und sorgte für die Bewirtung beim gemütlichen Beisammensein nach der Veranstaltung.