Bei vielen Feuerwehrleuten wurden schreckliche Erinnerungen wach, als am frühen Mittwochabend Alarm mit den Stichworten "Brand landwirtschaftliches Anwesen in Bischofsheim" ausgelöst wurde. Vor fast genau fünf Jahren, am 9. April 2015, war nämlich ein Großeinsatz in dem Zeiler Stadtteil. "Damals hat ein Schweinestall gebrannt, bei dem 600 Schweine verendet sind. Das war in unserer Feuerwehrlaufbahn mit der größte Brand, den wir bis jetzt zu bewerkstelligen hatten", erinnert sich der Zeiler Kommandant Tobias Hetterich. Und tatsächlich brannte es jetzt auf dem selben Anwesen wieder.

Kurz vor 18.45 Uhr ging der Notruf bei der Integrierten Leitstelle Schweinfurt (ILS) ein, die neben der Feuerwehr Zeil auch die Feuerwehren aus Bischofsheim, Ziegelanger, Neubrunn und Sand und den Fachberater des THW Haßfurt alarmierte. Bereits auf der Anfahrt gab es jedoch eine Rückmeldung der Löschgruppe Bischofsheim, dass lediglich eine Maschine im Freien brenne. Aus einem Ballenzerkleinerer, in dem Stroh zur Beimischung zum Tierfutter gehäckselt wird, schlugen die Flammen. Daraufhin konnte der Großteil der alarmierten Kräfte die Anfahrt abbrechen.

Tobias Hetterich, der den Einsatz leitete, lobte den hervorragenden Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Zusammen mit der Löschgruppe eilten Anwohner zum Brandort und dämmten das offene Feuer mit insgesamt zehn Feuerlöschern ein. "Damit konnte ein Übergreifen auf eine benachbarte Scheune verhindert werden und wir mussten quasi nur noch die Hauptlöscharbeiten durchführen", so Hetterich. Den Brand hatten die Floriansjünger schnell gelöscht. Nachdem bei der Überprüfung mit einer Wärmebildkamera keine Glutnester mehr gefunden wurden, konnte bereits nach einer guten Stunde die Rückfahrt angetreten werden. Die Erleichterung war dem Kommandanten anzumerken: "Wir sind ganz froh, dass es heute wirklich so glimpflich, nur mit einem relativ geringen Sachschaden ausgegangen ist, ohne dass Mensch oder Tier zu Schaden gekommen ist."

Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt nahmen die Ermittlungen zur Brandursache auf, die bislang nicht bekannt ist. Den Schaden an dem völlig zerstörten Futtermischer beziffert die Polizei auf rund 20 000 Euro. Zur Absicherung der Feuerwehrleute war bis zum Ende der Löscharbeiten ein Rettungswagen des Roten Kreuzes vor Ort.

Kurze Zeit später gab es Brandalarm in Sand. Zu einem Kleinbrand im Freien, der durchaus schlimmer hätte enden können, wurde die Freiwillige Feuerwehr Sand gerufen. Gegen 20.45 Uhr entdeckte eine Radfahrerin das Feuer auf einer etwas abgelegenen Wiese in Höhe des Ortsausgangs Richtung Knetzgau. Mit rund 30 Mann waren die Einsatzkräfte schnell vor Ort und hatten die Flammen rasch unter Kontrolle. "Der aufmerksamen Bürgerin haben wir es zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert werden konnte", sagte der Zweite Kommandant und Einsatzleiter Benjamin Altmannsberger, auch im Hinblick auf die aktuelle Waldbrandgefahr mit der zweithöchsten Warnstufe im Landkreis Haßberge. Nach Aussage Altmannsbergers hätte sich aus dem rund 40 Quadratmeter großen Feuer ein weitaus größerer Brand entwickeln können, der dann wahrscheinlich auch einen in der Nähe gelegenen Weinberg in Mitleidenschaft gezogen hätte.