Das Betreuungsnetzwerk Lebensqualität für Generationen (LQG) hat mit der Helios-Frankenwaldklinik und der Raiffeisen-Volksbank Oberfranken Mitte zwei neue Mitglieder. Somit werden die Mitarbeiter von 24 Unternehmen und vier Kommunen unterstützt, wenn es um die Pflege und Betreuung von Familienangehörigen geht. BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes, der im Jahre 2012 zusammen mit dem damaligen Bürgermeister und Landrat Klaus Löffler LQG aus der Taufe hob, sprach von 12 000 Mitarbeitern, die die Leistungen von LQG in Anspruch nehmen können.

Er habe schon viel Positives von LQG gehört, so das Mitglied des Vorstands der Raiffeisen-Volksbank, Dieter Bordihn. Die Mitarbeiter seien für ein Dienstleistungsunternehmen wie die Bank das größte Kapital. Nicht zuletzt deshalb sei eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt worden, wonach noch mehr Potenzial für die Vereinbarung von Familie und Beruf gesehen wurde. "Das Betreuungsnetzwerk LQG passt wie die Faust aufs Auge!" Und: "Ich bin schon jetzt ein Fan von LQG!"

Personal zu gewinnen und zu halten, sei eine große Herausforderung, so der Geschäftsführer der Helios-Frankenwaldklinik, Philipp Löwenstein. Gerade in einem Krankenhaus sei im Hinblick der unterschiedlichsten Arbeitszeiten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf entscheidend. Oftmals trete ein unvorhergesehenes und plötzliches Ereignis, wie Krankheit, Pflege etc. ein. Da sei es für die Mitarbeiter wichtig zu wissen, dass es einen Ansprechpartner gebe, der zur Seite stehe, um die neue Situation zu meistern.

Er finde es großartig, dass LQG nicht nur vermittle, sondern auch tatsächliche und konkrete Unterstützungen anbiete. Er hoffe, dass seine knapp 600 Mitarbeiter dieses Angebot annehmen. Löwenstein ist zudem überzeugt, dass die Mitgliedschaft bei LQG ein "echtes Plus" gegenüber Mitbewerbern ist, wenn es um Bewerbungen und um die Gewinnung von Fachkräften und Personal geht.

Die Projektleiterin von LQG, Antje Angles, wies darauf hin, dass sich beim Betreuungsnetzwerk alles anonym abspiele. Oft würden ihre Mitarbeiter beziehungsweise sie angerufen, wenn es um die Betreuung von Kindern gehe, aber auch die Anfragen bei der Betreuung von Senioren und Demenzkranken nehme zu. Weiterhin gebe es auch Auskunft, wenn es beispielsweise um Ferienbetreuung, Hausnotrufdienst, Essen auf Rädern etc gehe.

Der BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes ist überzeugt: "Familie ist ein harter Standortfaktor geworden!" Er ging kurz auf die Entwicklung von LQG seit der Gründung im Jahre 2012 bis zur Gegenwart ein. Nicht ohne Stolz teilte er mit, dass das Betreuungsnetzwerk mittlerweile über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt sei und so manche Auszeichnungen erhalten habe. Erst vor wenigen Tagen war Antje Angles in Berlin und konnte den Otto Heinemann Preis von der Familienministerin Franziska Giffey entgegen nehmen. vs