Zur neuen Schleusenbrücke nach Limbach führte der erste Weg des Eltmanner Bauausschusses in der ersten Sitzung nach den Sommerferien am Mittwoch. Die Brücke ist provisorisch für den Verkehr freigegeben, die Deckschicht der Fahrbahn wird allerdings erst später aufgebracht. Vor Ort erfuhren die Ausschussmitglieder, dass zunächst der Abbruch der alten Brücke ansteht. Sie muss zersägt und abtransportiert werden. Auch der Rückbau der Widerlager ist eine größere Herausforderung. Dafür braucht es schweres Gerät und erst, wenn dieses seine Arbeit getan hat, soll auch die Feinschicht auf die neue Fahrbahn aufgebracht werden.
Die Anlagen des Sportvereins und die landwirtschaftlichen Flächen jenseits des Mains sind aber wieder erreichbar. Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) und die Bauausschussmitglieder waren sich einig, dass die Stadt die Verkehrssicherungspflicht erst dann übernimmt, wenn Brücke und Straße endgültig fertiggestellt sind. Außerdem wurde der Wunsch geäußert, dass im Vorfeld der Brücke noch eine Randbefestigung erfolgt, weil die Brücke nur einspurig befahrbar ist. Wenn sich zwei größere oder landwirtschaftliche Fahrzeuge begegnen, müsse auch Platz sein, dem Gegenverkehr auszuweichen.
Im Rathaus in Eltmann wurde das Gremium von Marco Strätz erwartet, der ein Vorhaben der Green Trust Projektentwicklungs GmbH vorstellte. Auf zwei seit langem unbebauten Grundstücken, die oberhalb der Balthasar-Neumann-Straße und unterhalb der Straße "In den Weingärten" begrenzt werden, soll ein barrierefreies Mehrfamilienwohnhaus entstehen. Auf einer Tiefgarage sieht die Projektskizze einen Baukörper von 35 mal zehn Metern vor, der talseits zweigeschossig, an der Balthasar-Neumann-Straße eingeschossig mit Satteldach erscheint. Etwa 18 Wohneinheiten zwischen 55 und 80 Quadratmetern könnten so entstehen. Der gleiche Projektträger hat das Salesianum in Haßfurt umgebaut. Dort habe sich gezeigt, dass alle Altersgruppen solche barrierefreien Wohnungen schätzen, erklärte Marco Strätz.


Positives Feedback für das Projekt

Mindestens die Hälfte der Wohnungen wolle man als Mietobjekte im Unternehmen behalten, ein Teil solle auch als Eigentumswohnung angeboten werden, sagte er. Grundsätzlich standen der Bürgermeister und die Ausschussmitglieder der Anfrage positiv gegenüber. Wie es umgesetzt werden kann, muss ohnehin mit dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde geklärt werden.
Für die Gestaltung im Umgriff der Gruft Ankenbrand im städtischen Friedhof lag jetzt ein Gestaltungsvorschlag mit Eiben vor, der auf Zustimmung traf.
Etwas verschönert werden soll auch der Wohnmobilstellplatz durch ein paar Bäume und eine schönere Gestaltung des Eingangs rund um die Spendensäule. Da die Stadt Eltmann keine feste Stellplatzgebühr erhebt, bittet sie um freiwillige Beiträge. Strom und Wasser gibt es gegen Münzeinwurf über die Versorgungssäulen. Allerdings sollen keine Begrünungen gepflanzt werden, die im Wege wären, wenn der Platz als Festplatz benötigt wird. Grundsätzlich werde der Platz ganz hervorragend angenommen, so Bürgermeister Michael Ziegler, so dass man sich bei Gelegenheit auch über weitere Infrastruktur und eventuell eine Erweiterung Gedanken machen könne.
Auf dem Gelände des Eltmanner Freibades befinden sich auch Schulsportanlagen, die sanierungsbedürftig sind. Die Verwaltung war beauftragt worden, nach Zuschussmöglichkeiten zu fragen. Einen solchen Zuschuss von der Regierung von Unterfranken gäbe es nur, wenn die Anlagen ausschließlich für den Schulsport zur Verfügung stünden und eingezäunt würden.
Außerdem müssten die Förder-Standards eingehalten werden. Das möchten die Stadträte nicht, die Anlagen sollen auch den Schwimmbadbesuchern zur Verfügung stehen. "Dann bauen wir lieber so, wie wir wollen, und ohne Zuschuss", brachte es Günther Hofmann auf den Punkt. Die Ausschuss-Kollegen stimmten zu.
Bezuschusst wird hingegen die Sanierung der Schulsportanlage auf der Mainhalbinsel. Auf eine halbe Million Euro sind die Kosten geschätzt, wie Bürgermeister Michael Ziegler mitteilte. Nach heutigen Richtlinien ist die Anlage sehr großzügig. Weil sie Bestandsschutz genießt, wird die Sanierung aber bezuschusst, berichtete Bürgermeister Ziegler aus einem Gespräch bei der Regierung von Unterfranken. Mit 40 bis 50 Prozent Förderquote kann die Stadt rechnen. Nun wird alles vorbereitet, damit die Sanierung in drei Bauabschnitten zwischen 2018 und 2020 erfolgen kann.
In die Ausschreibung gehen soll nun das Multifunktions-Sportfeld, das auf den alten Tennisplätzen beim Freibad entstehen soll. Nachdem mittlerweile geklärt wurde, dass die Sportverbände solche Anlagen nicht mehr bezuschussen, geht das Vorhaben in die Umsetzung. Fast 20 Jahre lang hat sich der Stadtrat mit diesem Platz beschäftigt, den vor allem Stadtrat Peter Kremer immer wieder auf die Tagesordnung hievte.


Beleuchtung am Radweg

Aus Limbach wurde schon lange der Wunsch geäußert, dass der Radweg zwischen dem Siedlungsgebiet und dem Festplatz beleuchtet wird. 50 000 Euro lautete die Kostenschätzung bei klassischer Beleuchtung, vor allem wegen der aufwendigen Verlegung der Stromkabel. Mittlerweile hat die Stadtverwaltung geprüft, ob Solarleuchten funktionieren. Die würden 10 000 Euro kosten und gewährleisten eine gute Beleuchtung. Die Verwaltung wurde beauftragt, diese Lösung weiter zu verfolgen.