Meist muss der Stadtrat entscheiden, ob er Geld ausgibt. Der letzte Punkt der öffentlichen Tagesordnung am Donnerstag handelte jedoch von einer Gabe an die Stadt: "Annahme einer Sachzuwendung; Planung, Errichtung und Einbau von zwei Aufzugsanlagen", und zwar fürs Globe. Schon die Pläne für das im Bau befindliche Rundtheater am früheren Güterbahnhof waren eine Spende, und zwar der drei Unternehmen Brose, HUK Coburg und Kaeser. Nun reiht sich Angelika Stahlberg, Gesellschafterin der Aufzugswerke Schmitt + Sohn bei den Spendern ein: Sie und ihr Mann Fritz bezahlen die Aufzugsanlagen fürs Globe im Wert von rund 275 000 Euro. Inbegriffen sind Planung, Lieferung, Montage und betriebsfertige Übergabe der zwei Aufzugsanlagen sowie vier Jahre Garantie. "Das ist etwas Außergewöhnliches", stellte Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) fest. Das Ehepaar Stahlberg habe die Spende "im stillen vorangetrieben". Die Aufzüge selbst werden das Foyer des Globe prägen, wie Hochbauamtsleiter Peter Cosack erläuterte. Sie befinden sich an den beiden Treppenhäusern, sind freistehend und voll verglast: "Das ist ein gestalterisches Element!" Kein Wunder, dass der Stadtrat bei solchen Angeboten weder Fragen noch Einwände hatte. Abgestimmt werden musste aber trotzdem, ob die Stadt diese Sachzuwendung auch annimmt. Der Stadtrat tat dies einstimmig und ermächtigte gleichzeitig die Verwaltung, alles Erforderliche in die Wege zu leiten. sb