Daniela Pondelicek

Da war wieder mächtig was los am Siemensring in Haarbrücken: Beim Stadtteilfest kamen auch in diesem Jahr wieder Jung und Alt aus verschiedenen Kulturen zusammen, um gemeinsam zu feiern.
Die Besucher erwartete ein buntes Programm: Die Kinder konnten sich in Hüpfburgen austoben, wurden geschminkt oder probierten sich an Geschicklichkeitsspielen, die Blaskapelle Neustadt sorgte für die musikalische Untermalung, an einem Selfiestand lagen die passenden Requisiten für ausgefallene Fotos bereit und ein Kinderflohmarkt ließ die Herzen von Schnäppchenjägern höher schlagen.


Mit Förderung

Das Stadtteilfest lädt aber auch dazu ein, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken, denn es ist das letzte Stadtteilfest, das innerhalb des Förderungszeitraums als "Soziale Stadt" stattfindet. Ziel dieses Programms ist es, die Wohnsituation durch bauliche Maßnahmen zu verbessern und die Gemeinschaft der Bewohner zu stärken.
Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) findet, das Quartier um den Siemensring habe in der Zeit ein "tolles neues Gesicht" bekommen: "Nicht nur die Häuser, sondern - was noch viel wichtiger ist - auch die Menschen haben sich in dieser Zeit zum Positiven verändert." Das erkenne er vor allen Dingen daran, dass in diesem Jahr besonders viele Besucher zum Stadtteilfest gekommen seien.
"Und auch die Helfer, die mit angepackt haben, zeigen, dass sich hier doch viel gewandelt hat", sagt er. Besonders danke er auch den Kindern der Trachtentanzgruppe der Grundschule Haarbrücken, der Cheerleadergruppe des FC Haarbrücken und der DiTib-Tanzgruppe für ihr Engagement: "Durch ihren Tanz haben sie das Stadtteilfest bereichert!"
Wie es um die bauliche Situation am Siemensring steht, weiß Kathrin Linnig, Quartiersmanagerin der "Sozialen Stadt". "Insgesamt zwölf Häuser sind innen komplett saniert worden, die Außensanierung ist das nächste Ziel", erklärt sie. Auch die Grünflächen und der Zugang zum Spielplatz sollen in Angriff genommen werden. "Wie genau das passieren soll, wird aber noch geplant", sagt sie.
Die nächsten Aktionen, die die Menschen am Siemensring zusammenbringen sollen, stehen bereits fest: "Im ersten Haarbrücker interkulturellen Oktober finden den ganzen Monat über Veranstaltungen für Jung und Alt statt, die die Bewohner kulturübergreifend verbinden." Dazu gehören ein internationaler Brunch, ein Bücherfest mit Buchpräsentationen in verschiedenen Sprachen und ein Tanzworkshop, bei dem die Teilnehmer Tänze aus verschiedenen Ländern lernen.


Kirche hilft mit

Bei der Organisation dieses interkulturellen Oktobers hat die Kirchgemeinde Haarbrücken fleißig mit angepackt. "Wir haben unsere Kirchenrenovierung ganz unter das Motto der ‚Kirche voller Begegnungen‘ gestellt und auch beim interreligiösen und interkulturellen Oktober stehen Begegnungen im Vordergrund", sagt Romina Rieder, Pfarrerin der Kirchgemeinde Haarbrücken. Und auch dann, wenn der Förderungszeitraum "Soziale Stadt" endet, hat sich die Kirchgemeinde weiter angeboten, soziale Projekte zur Verbesserung des Zusammenhalts mit auf die Beine zu stellen.
"Konkret ist zwar noch nichts geplant, aber wenn sich genug Helfer finden, die sich mit einbringen möchten, dann stehen weiteren Aktionen nichts im Weg", sagt Linnig.