Aktuell wird der Windpark Vogelherd noch aufgebaut. Das Gros der Schwertransporte - 85 Prozent - ist allerdings bereits vorüber. Im Januar 2017 sollen die Anlagen aufgebaut werden, ab April oder Mai soll die Inbetriebnahme vorgenommen werden. Wenn die Mega-Baumaßnahme vorüber ist, wird auch die Zufahrt neu gestaltet. Gemeinderat Erwin Schneider (FW) regte eine öffentliche Diskussion an. "Es war schon einmal geplant, dass die Zufahrt über einen 90-Grad-Winkel erfolgen soll. Man kann einfach eine Markierung aufspritzen", sagte Ewald Retsch. Bürgermeister Martin Bernreuther betonte, dass gemeinsam mit den Lochauer Bürgern eine Gestaltung der Zufahrtssituation besprochen werden soll. Sicherlich wird die 45-Grad-Einmündung nicht in der aktuell bestehenden Form beibehalten, weil sie Gefahrensituationen in sich berge. Nach Beendigung der Baumaßnahme am Windpark wird auch die Straße instandgesetzt werden, versprach Bernreuther.
Bei der Bürgerversammlung legte Helmut Schneider offen, dass für die Sanierung des alten Schulhauses in Alladorf bislang 3489 Euro verbraucht worden sind. Insgesamt hat die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von bis zu 5880 Euro in Aussicht gestellt. "Wir haben noch nicht so viel verbraucht", sagte Schneider und ist zuversichtlich, dass man unter der anvisierten Summe bleiben kann.


Sanierungsstau beklagt

Bürgermeister Martin Bernreuther nutzte die Bürgerversammlung, um einen umfassenden Überblick über die Politik im Markt Thurnau zu geben. Thurnau versucht derzeit, den Sanierungsstau bei den Kinderspielplätzen in und um Thurnau zu beheben. In Limmersdorf und in der Maximilianstraße in Thurnau wurden Spielgeräte ausgetauscht, aktuell wird der Spielplatz in Hutschdorf instandgesetzt. "Wir wollen jedes Jahr in einen Spielplatz investieren, Geräte austauschen", sagte Bernreuther.
Auch die Tartanbahn unterhalb des Freibades Thurnau wurde erneuert. "Eine neue Tartanbahn hätte fast 100 000 Euro gekostet, das konnten wir nicht leisten. Wir haben die Fläche asphaltiert, der Unterbau war schon vorhanden", legte der Thurnauer Bürgermeister offen. Im nächsten Jahr - haben sich die Jugendlichen gewünscht - sollen weitere Angebote geschaffen werden. Skater-Equipment oder ein Basketballkorb könnten installiert werden.
Eine Mega-Investition war die Sanierung der Straße Rottlersreuth-Partenfeld. Eigentlich hatte der Markt Thurnau nur eine Oberflächensanierung angedacht. Diese hätte allerdings 270 000 Euro gekostet. "Die Komplettsanierung war mit insgesamt 423 000 Euro zwar wesentlich teuerer, allerdings hatte der Markt nur einen Eigenanteil in Höhe von 115 000 Euro zu zahlen. Da mussten wir gar nicht lange überlegen", sagte Bernreuther.


30 Prozent Wasserverlust

Der Bürgermeister ging auf die Sanierung der Kirchenmauer in Trumsdorf ein. Auch die Friedhofstoilette ist wieder gangbar gemacht worden. "Wir suchen aber noch jemanden, der die Toiletten morgens auf- und abends zusperrt", sagte Bernreuther. Auch das Thurnauer Schloss war ein Thema. Außerdem seien die Leitungen in Thurnau marode. "Wir haben teilweise 30 Prozent Wasserverluste", sagte Bernreuther. Wasserrohrbrüche seien an der Tagesordnung. "Unsere Leitungen sind teilweise 100 Jahre alt. Wir müssen jedes Jahr einige Maßnahmen durchführen", erklärte der Bürgermeister.
Besonders interessant für die Lochauer ist die Anschaffung einer Fernüberwachungsanlage für die Kläranlage Lochautal. Diese Anlage hat 75 000 Euro gekostet, wird aber auch für die Überwachung des Regenüberlaufbeckens, für Tannfeld und für weitere Anlagen eingesetzt. "Die Kosten werden auf alle umgerechnet", betonte Bürgermeister Martin Bernreuther in seinen Ausführungen.