Es sollte ein kleines Fest mit den Bürgern werden, auf das sie so lange gewartet haben: Die Eröffnung des neuen zentralen Parkplatzes neben dem Schlossplatz. Corona kam dazwischen, und so durchschnitten lediglich Bürgermeister Harald Hübner und Architekt Karl-Heinz Greim das Absperrband - die Feier fiel aus.

Die Drossenfelder und auswärtige Gäste können jetzt froh sein über die Möglichkeit, mitten im Ortskern zu parken und fußläufig wichtige Einrichtungen wie Arzt, Apotheke, Kirche und Gastronomie zu erreichen. Es stehen Plätze für 37 Fahrzeuge, davon zwei behindertengerechte, zur Verfügung; sie sind in das Gelände integriert und passen sich dem Ortsbild an. Sie sind so konzipiert, dass die Versickerung des Regenwassers gewährleistet ist, eine Stützmauer fügt sich gut ein. Bäume sollen dem Ganzen noch ein besonderes Gesicht geben.

Greim: "Der Einfahrtsbereich wird von einer Sandsteinmauer geziert, die vom Altbestand erhalten werden konnte. Die wasserdurchlässigen Parkflächen werden später mal von schönen Spitzahornbäumen eingesäumt sein. Die Bepflanzung mit Rosen und verschiedenen Stauden gibt den Stellflächen ein grünes Gesicht." Der Planer legte Wert auf einen ökologischen Parkplatz und die Betriebssicherheit: "Wir mussten auch die Auflagen für den Schallschutz erfüllen und Absturzsicherungen anbringen."

Kosten: 1,28 Millionen Euro

Im Frühjahr 2019 hatten die Bauarbeiten begonnen. Dazu mussten ein Wohnhaus und mehrere Nebengebäude abgebrochen werden. Die Gesamtkosten des Projekts summierten sich auf 1,28 Millionen Euro, wovon sich 920 000 Euro auf die Baukosten und 360 000 Euro auf den Grunderwerb und den Abbruch verteilten. "Allein hätten wird das nicht stemmen können. Wir sind daher sehr froh, dass die Regierung von Oberfranken im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern stolze 90 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt", freute sich Bürgermeister Harald Hübner.

Der Bürgermeister nannte den Parkplatz eine große Bereicherung für den Kernort: "Wir haben damit einen sehnlichen Wunsch der Bürger erfüllen können."

Dies habe zur Folge, dass eine spürbare Entlastung der schwierigen Parksituation in der Ledergasse geschaffen worden sei. Er hoffe nun, dass von der neuen Parkmöglichkeit auch reger Gebrauch gemacht wird. hw