Sie ist seit wenigen Tagen vorbei, die erste "Internationale Woche" des Landkrei-ses Bamberg. Nun es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Die Veranstaltungsreihe bot vom 22. September bis 1. Oktober 39 Veranstaltungen an 18 Orten und forderte viel Engagement von allen Beteiligten. Doch das habe sich gelohnt, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Die Resonanz auf das Projekt sei durchwegs positiv gewesen. "Im Landkreis Bamberg wird Internationalität mit einer langen Tradition gelebt - die Internationale Woche war davon ein Spiegelbild", wird Landrat Johann Kalb (CSU) zitiert.


Internationalität positiv besetzen

"Die Begegnung mit anderen Kulturen ist eine große Bereicherung. Und das daraus resultierende Verständnis für die Sicht des anderen kann sehr viel dazu beitragen, den Herausforderungen der Zukunft mit Zuversicht zu begegnen." Aus diesen Gedanken heraus war für Landrat Kalb die Idee für die "Internationale Woche" geboren. Vor dem Hintergrund, dass Kriege, Migration und Krisen die Nachrichten bestimmen, sei es wichtig, das Thema Internationalität einmal positiv zu beleuchten: Der Landkreis Bamberg wolle mit dem Projekt dazu beitragen, dass die Gesellschaft offen und tolerant bleibt, so Landrat Kalb.
Die Inhalte und die Akteure der "IWO" waren bunt gemischt - von Unterhaltung über Musik, Ausstellungen, Politik bis hin zu Kultur reichte die Palette. Veranstalter waren der Landkreis, Gemeinden, Vereine, die Kirche, Schulen und die Universität. Auch das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den Landkreisen Jelenia Góra und Bamberg sowie die Partnerschaftsjubiläen der Gemeinden Stegaurach und Hallstadt waren Teil der "Internationalen Woche".


Politische Debatte

Aber nicht nur die freundschaftlichen Verbindungen standen im Fokus der Veranstaltungsreihe, sondern auch politische Fragestellungen wie die Diskussion "Deutschland nach den Wahlen - Was denken unsere europäischen Nachbarn?", die mit professioneller Begleitung der Uni Bamberg stattfand. Weitere Höhepunkte der Woche waren die Eröffnung eines Mehrgenerationenspielplatzes in Stegaurach, der im Rahmen eines internationalen Workcamps entstanden ist, ein internationales Musikschulkonzert oder das Musikantentreffen "Aus Nachbarn werden Freunde".
Nach zehn Tagen Internationaler Veranstaltungen wirft Landrat Johann Kalb einen Blick zurück: "Nicht nur die Besucherzahl von fast 9000 kann sich sehen lassen. Mindestens genauso viel sagen die Rückmeldungen vonseiten der Besucher, der Akteure und der Organisatoren aus." Für ihn war es eine wahre Freude, zu sehen, wie insbesondere Kinder und Jugendliche offen und vorbehaltslos aufeinander zugegangen sind und gemeinsame Projekte auf die Beine gestellt haben.
Viele Dankesbriefe flattern derzeit bei der Fachbereichsleiterin für Sport und Kultur, Renate Kühhorn, auf den Schreibtisch, darunter beispielsweise: "Der Gedanke einer Internationalen Woche ist einfach großartig - das ist die beste Methode, um sich mit anderen Kulturen und Nationen zu beschäftigen und anzufreunden; besser als jedes politische Integrationsprogramm."
Auch Dieter Reinl, Referatsleiter am Auswärtigen Amt Berlin, der das Dialoggespräch zwischen Schülern und Bürgermeistern "Welches Europa wollen wir?" im Rahmen der "IWO" moderierte, gratulierte Landrat Johann Kalb zur "Initiative Internationale Woche".
Und das Konzept steckt an: Weitere Treffen und Veranstaltungen sind bereits in Planung. Darüber hinaus wurden durch die Veranstaltungsreihe zahlreiche neue Kontakte geknüpft. So tauschte sich beispielsweise Landrat Kalb mit Delegationsteilnehmern aus der Region Thiès im Senegal aus, die eine Partnerschaft mit dem Erzbistum Bamberg pflegt.


Spürbare Nachwirkungen

Die gute Stimmung und Aufgeschlossenheit der Beteiligten und Besucher, die während der "Internationalen Woche" durchgängig zu spüren waren, dürften noch lange nachwirken. "Diesen offenen Austausch und die vielen freundschaftlichen Verbindungen wollen wir weiter pflegen und mit Leben füllen", sagt Kalb. Wie zahlreiche Mitstreiter sieht auch er einen ersten Grundstein gelegt für eine Idee, die in den kommenden Jahren eine Fortsetzung erfahren sollte. Mit diesem Gedanken verbindet der Landrat auch seinen Dank an alle, die an der Premiere der "IWO" beteiligt waren. red