Die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wirkten sich auch im Mai dominierend auf die Lage am Arbeitsmarkt aus. Dennoch setzte in den vergangenen Wochen mit Verzögerung und in abgemilderter Form der Frühjahrsaufschwung im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg/Coburg ein.

In Verbindung mit der Kurzarbeit wurde dadurch der Anstieg der Arbeitslosigkeit abgebremst. Im Landkreis Forchheim setzte sich in der Corona-Krise der Anstieg der Arbeitslosigkeit mit um zwei Drittel (67,8 Prozent) abgeschwächter Intensität fort. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Mai um 66 Personen (3,4 Prozent) auf 2000. Sie liegt um 543 Frauen und Männer beziehungsweise 37,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Im Mai verloren 23,7 Prozent mehr Menschen ihre Beschäftigung als 2019. Gleichzeitig fanden 25,4 Prozent weniger einen neuen Arbeitsplatz.

Die Arbeitslosenquote nahm in den vergangenen vier Wochen um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent (Vorjahr 2,2 Prozent) zu. Im Mai meldeten die Betriebe dem Arbeitgeberservice 173 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote, 21,4 Prozent (-7) weniger als vor einem Jahr. Im Stellenpool gibt es derzeit 677 Jobangebote, 198 (22,6 Prozent) weniger als 2019. red