von unserer Mitarbeiterin  Elke Pieger

Burgebrach — Der Marktgemeinderat Burgebrach hat eine neue Straßenausbaubeitragssatzung für den Markt beschlossen. Die bisherige Mustersatzung musste nach neuen Rechtssprechungen in verschiedenen Bereichen angepasst werden. Den Kommunen wurde eine neue Mustersatzung zur Verfügung gestellt, die beispielsweise nur noch drei statt bisher fünf Kategorien der Straßenordnung aufweist. Es wird künftig unterschieden nach Anliegerstraßen, Haupterschließungsstraßen und Hauptverkehrsstraßen. Auch für Außenbereichsgrundstücke gibt es eine neue Verteilungsregelung. In diesem Zusammenhang wies Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk darauf hin, dass der Markt Burgebrach bisher stets die höchstmöglichen prozentualen Anteile von Straßenausbaubeiträgen übernommen habe, um Bürger zu entlasten. Auch die neue Satzung enthält diesen Ansatz, sie gilt ab Veröffentlichung im Mitteilungsblatt.

500 Quadratmeter Wohnfläche

Die gemeindliche Wohnanlage in der Hauptstraße und auf dem Kirchplatz bedarf einer Sanierung. Dazu stellten die Architekten Werner und Steffen Haase vom beauftragten Architekturbüro Haase, Karlstadt, den Istzustand sowie ein Sanierungskonzept vor. Die Gebäude wurden 1985 errichtet. Ca. 500 Quadratmeter Wohnfläche sind aufgeteilt in sechs Wohnungen und eine Arztpraxis. Aufgrund vorhandener Mängel sind die Fenster und die Haustüren auszutauschen, die Heizungsanlage muss nach Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 ausgetauscht werden und der mit Efeu bewachsene Außenputz ist zu erneuern. Weiter sind nach EnEV 2014 die Decken der Obergeschosse zu dämmen. Werner Haase empfiehlt jedoch zu den unbedingt erforderlichen Maßnahmen, die rund 250 000 Euro kosten werden, weitere energetische Verbesserungen. Die Außenwände sollten mit einem Wärmeverbundsystem isoliert werden, die Kellerdecke sowie jeweils das Dach und die Gauben gedämmt werden. Zur Wärmeerzeugung schlägt Haase einen Pellets-Brennwertkessel vor, eine Solaranlage soll die Warmwasserbereitung unterstützen. Zentrale Lüftungsanlagen würden Schimmelbildung verhindern und ein besseres Raumklima schaffen. Diese energetisch hochwertige Sanierung würde insgesamt rund 470 000 Euro kosten. Bei einer Finanzierung ohne Kreditaufnahme könnte mit KfW-Fördermittel in Höhe von ca. 98 000 Euro gerechnet werden. Letztlich würden beim Markt Kosten in Höhe von rund 370 000 Euro verbleiben. Diese Variante hätte auch den Vorteil, dass der Energieverbrauch um ca. 69 Prozent gesenkt werden könnte. Der Marktgemeinderat entschied sich für die vollumfängliche Sanierung und wird die Mittel dafür im Haushalt 2015 berücksichtigen, so der einstimmige Beschluss.

Hochaltar wird restauriert

Die gemeindeeigene Kirche in Dürrhof soll heuer saniert werden. Dazu wurden seitens der Verwaltung nähere Kosten ermittelt. Der Hochaltar ist vom Holzwurm befallen und bedarf einer gründlichen fachlichen Restaurierung. Die Fenster sind zu erneuern, die Eingangstür muss restauriert werden, die Kirchenbänke sind mit Holzschutzmittel zu bearbeiten. Auch die Stromversorgung bedarf einer Überprüfung, der Dachständer soll entfernt werden. Der Dachstuhl befindet sich in einem guten Gesamtzustand, die Dacheindeckung mit Biberschwanzziegeln ist verbraucht und muss erneuert werden. Innen- und Außenputz müssen ausgebessert bzw. erneuert werden. Hinsichtlich der Maler- und Verputzarbeiten beauftragte der Marktgemeinderat einen Fachplaner, der zunächst den Zustand untersucht und die Handlungsempfehlungen in ein Leistungsverzeichnis verfasst, um entsprechende Angebote von Fachfirmen einzuholen.
Die Mittel für die Sanierung sollen im Haushaltsjahr 2015 zur Verfügung gestellt werden. Die Kirchenverantwortlichen signalisierten auch die Einbringung von Eigenleistungen bzw. Eigenanteilen.