Der starke Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen hat die Polizeiinspektion Ebermannstadt den ganzen Dienstag in Atem gehalten. Sowohl im Tal als auch auf den Höhenlagen gab es zahlreiche "Grabenrutscher", die für die beteiligten Autofahrer glimpflich ausgingen und ohne größeren Schaden blieben.

Mit vereinten Kräften weiterer Verkehrsteilnehmer konnten die in der misslichen Lage befindlichen Autos wieder flottgemacht werden, so dass die Fahrer ihren Weg fortsetzen konnten.

Im Bereich Gößmannsberg blieb am Vormittag ein Fahrer mit seinem Lastwagen an einer Steigung auf schneebedeckter Fahrbahn hängen und musste bis zum Eintreffen des Räumdienstes ausharren. Erst danach konnte der Brummifahrer seine weitere Fahrt antreten.

Abgebrochene Äste

Auch Hilfskräfte mussten ausrücken, um einige Verkehrsbehinderungen durch abgebrochene Äste aufgrund Schneelast zu beseitigen. Am Morgen rutschte ein 23-jähriger Fahrer eines VW Passat auf der Fahrt von Leutenbach nach Kirchehrenbach auf schneebedeckter Fahrbahn in den Graben. Als ein kleines Wildtier über die Fahrbahn lief, geriet sein Auto durch ein Ausweichmanöver ins Schlingern und kam von der Fahrbahn ab. An der Böschung blieb der Wagen hängen und kippte um. Dabei trug der junge Mann leichte Blessuren davon. Der Sachschaden beträgt 2500 Euro.

Glätte bei Petzfeld

Nachmittags ereigneten sich im Bereich Pretzfeld zwei Glätteunfälle mit einem Gesamtschaden in Höhe von 12 000 Euro. Ein 26-jähriger BMW-Fahrer rutschte auf einer abschüssigen Strecke nach links ab und prallte gegen die Leitplanken.

Im Ortsbereich hielt ein 30-jähriger Fahrer eines Daimler-Benz an einer Engstelle wegen eines entgegenkommenden Lastwagens an. Ein nachfolgender 62-jähriger Fahrer eines Toyota unterschätzte die rutschigen Straßenverhältnisse und fuhr auf den Vordermann auf. Bei beiden Unfällen wurden keine Personen verletzt.

Insgesamt reagierten laut Polizei die Autofahrer auf die winterlichen Straßenverhältnisse sehr besonnen und umsichtig. Sie passten in den meisten Fällen die Geschwindigkeit den schneebedeckten Fahrbahnen an und hielten entsprechend einen großen Abstand zum Vordermann ein. Auf die einzelnen Verkehrsbehinderungen durch liegen gebliebene Fahrzeuge zeigten sie Verständnis. Alle kontrollierten Fahrzeuge waren zudem mit Winterreifen vorschriftsmäßig ausgerüstet.

Auf A 73 ins Schleudern geraten

Beim Fahrstreifenwechsel nach einem Überholvorgang ist am Dienstagmittag der 29-jährige Fahrer eines Renault auf der A 73 in Richtung Süden auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern geraten. Das Auto prallte gegen die Außenschutzplanke der Anschlussstelle Forchheim-Süd. Der Sachschaden am Wagen und an der Schutzplanke summiert sich auf rund 2500 Euro.

Bei starkem Schneefall ereigneten sich am Dienstagvormittag auf der A 9 zahlreiche Verkehrsunfälle, welche laut Bericht der Verkehrspolizei Bayreuth alle verhältnismäßig glimpflich ausgingen. Ursache aller Verkehrsunfälle war die nicht an die winterlichen Straßenverhältnisse angepasste Geschwindigkeit, weshalb alle Unfallverursacher in den nächsten Wochen ein Bußgeld erwartet.

Kurz vor der Autobahnanschlussstelle Trockau geriet ein 41-jähriger Kleintransporter-Fahrer aus Leipzig mit seinem Mercedes ins Schleudern und prallte zunächst in die linke Betonschutzwand und anschließend in die rechte Schutzplanke. Während der Schleuderpartie stieß er noch mit dem Sattelzug eines 53-Jährigen zusammen. Durch den Verkehrsunfall wurde der Leipziger leicht verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Schäden an den Fahrzeugen und an der Schutzplanke belaufen sich auf über 80 000 Euro.

Ein 47-jähriger Lkw-Fahrer aus Nordrhein-Westfalen fuhr bei der Abfahrt von der Rastanlage Fränkischen Schweiz zu schnell und kam mit seinem Sattelzug auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen. Der Sattelzug verkeilte sich dann auf Höhe der Ausfahrt in der rechten Schutzplanke. Während der Bergungsarbeiten wurde der rechte Fahrstreifen durch das Technische Hilfswerk (THW) Pegnitz gesperrt. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von circa 7000 Euro.

Zwischen den Anschlussstellen Weidensees und Plech verlor ein 34-Jähriger aus Jena die Kontrolle über seinen Renault und schleuderte nach rechts in die Schutzplanke. Von dort wurde das Auto zurück auf die Fahrbahn geschleudert und kam quer auf der mittleren Fahrspur zum Stehen. Der Fahrer blieb unverletzt. Es entsandt ein Gesamtschaden von etwa 2000 Euro.

An der Anschlussstelle Plech wollte eine 26-jährige Bayreutherin mit ihrem VW Golf die Autobahn verlassen. Dabei unterschätzte sie die Geschwindigkeit und stieß in die rechte Schutzplanke. Auch bei diesem Unfall blieb es beim Sachschaden von ungefähr 2300 Euro.

Vom Montag bis Dienstag wurden im Bereich der Verkehrspolizei Feucht mehr als 15 Verkehrsunfälle aufgrund von Schnee beziehungsweise Schneeglätte aufgenommen. Es gab keine Verletzten. Bei den Unfällen entstand Sachschaden von über 150 000 Euro. pol