Starke Schneefälle hielten am Dienstag die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten den ganzen Tag über in Atem. Mehrere Unfälle und Hilfsmaßnahmen forderten darüber hinaus auch die Kräfte der Straßenmeisterei.

Wie bereits gestern vermutet, melden sich immer wieder Geschädigte und zeigen Unfallfluchten an, bei denen offensichtlich Verkehrsteilnehmer von der Fahrbahn abkamen, Zäune, Hecken, Verkehrszeichen und andere Dinge beschädigten und sich dann aus dem Staub machten, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

Am Dienstagnachmittag ereignete sich im Baumgartner Weg auf Höhe des Ortsschildes Stadtsteinach eine Verkehrsunfallflucht. Hierbei touchierten sich im Begegnungsverkehr die linken Außenspiegel zweier Pkws. Während der eine Geschädigte anhielt, fuhr der andere unbeirrt weiter in Richtung Baumgarten. Beim flüchtigen Pkw handelt es sich um einen schwarzen Passat. Am Fahrzeug des Geschädigten entstand Schaden in Höhe von rund 100 Euro. Die Polizei Stadtsteinach ermittelt wegen Unfallflucht.

Außerdem führte die Schneelast auf den Bäumen immer wieder zu kritischen Situationen. Teilweise hängen Äste bedrohlich über der Fahrbahn oder sind bereits abgebrochen und blockieren die Straße. Zu insgesamt vier Einsätzen alarmierten Verkehrsteilnehmer die Beamten der Polizei Stadtsteinach. Mit tatkräftiger Unterstützung der jeweiligen örtlichen Feuerwehren konnten die Gefahren für die Autofahrer rechtzeitig beseitigt werden.

Es wird nicht besser

In den kommenden Tagen ist bei weiterem Schneefall und niedrigeren Temperaturen, gerade in Waldstücken, mit Gefahren durch umgefallene Bäume zu rechnen.

In den Morgenstunden des Mittwochs mussten die Beamten einen Verkehrsunfall aufnehmen, der nichts mit dem Wintereinbruch zu tun hatte. Ein 61-jähriger Lkw-Fahrer aus Polen geriet auf der B 303 zwischen Himmelkron und Wirsberg vermutlich wegen Übermüdung nach links von der Fahrbahn ab. Der Sattelzug kam nach etwa 50 Metern in einem Feld zu stehen. Das fast 25 Tonnen schwere Fahrzeug war glücklicherweise nicht beladen. Der Fahrer konnte das Führerhaus unverletzt verlassen. Für die Bergung des Lkw musste eine Spezialfirma kommen. Wie hoch der Schaden ist, muss von der Polizei Stadtsteinach noch geklärt werden. Unfallaufnahme und Bergung des Fahrzeugs nahmen fast vier Stunden in Anspruch. pol