Eine besondere Ehrung stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Mainleuser SPD im "Fränkischen Hof": die Verleihung der Willy-Brandt-Medaille an Marianne und Emil Kolb. Ortsvereinsvorsitzender Peter Wiesenmüller hob in seiner Laudatio den Einsatz "der Kolbs" in den letzten Jahrzehnten für die Partei hervor. Marianne und Emil Kolb zeigten sich bewegt darüber, dass sie mit einer so hohen Auszeichnung bedacht wurden. Urkunden und Ehrennadeln wurden auch an Gerhard Herold für 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD, Elsa Grampp für 60 Jahre und Fred Kögel für 65 Jahre überreicht.

Die Landtagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Inge Aures sowie der Kulmbacher Oberbürgermeister Ingo Lehmann betonten die gute Verbindung zur Mainleuser SPD und lobten den Vorstand des Ortsvereins. Lehmann zeigte sich beeindruckt davon, dass die Mainleuser als kleiner Ortsverein den Mut hatten, ein Parteiausschlussverfahren gegen Ex-Kanzler Schröder zu beantragen. Aures sprach davon, dass die Mainleuser SPD eine besondere Rolle im Landkreis spielen müsss, schließlich sei Mainleus die größte Kommune nach Kulmbach. Dass der Ortsverein auf ein starkes Medieninteresse stieß, das war nicht beabsichtigt, denn "es handelt sich beim Parteiordnungsverfahren gegen Gerhard Schröder um einen parteiinternen Vorgang, der erst durch einen Bericht in die bundesweite Öffentlichkeit getragen wurde", so Wiesenmüller. Bei der Wahl des Delegierten zur Stimmkreiskonferenz Wunsiedel/Kulmbach erhielt Wiesenmüller die meisten Stimmen, als Ersatzdelegierte stehen Sabrina Riederer und Sahin Wißlicen bereit. red