Die Augen zu und Feeling zulassen: Die 101 Besucher im Garten des alten Schäferhauses, umgeben von purem Baum- und Wiesengrün, wurden musikalisch zu den Größen des österreichischen Folk-Pop, Rainer Fendrich, Georg Danzer, Wolfgang Ambros und der Band STS entführt.

Die "Ö-DREI" mit den Bandmitgliedern aus der Region wussten den Sound punktgenau zu treffen, untermalt von detailgetreuem Dialekt, etwas Wiener Schmäh und echten heimatlich-"fränggischen" Wortklängen. Es war ein Abend voller Melancholie, des schwarzen Humors und mit einem Ruf zum Mutmachen: "Steh wieder auf", skandierten die drei.

Auswahl der Songs

Holger Höhn (Percussion und Gesang), der Mann mit der kehligen Stimme, Frank Hofmann an der Gitarre und Uli Strömsdörfer am Klavier, wussten den Songs den richtigen Drive zu geben. "Schickeria", "Reif für die Insel" oder "Kalt und Kälter" und "Irgendwann bleib i dann dort" lösten spontanen Zwischenapplaus aus. Ganz still wurde es, als "Große Dinge" (Georg Danzer), das Lieblingslied von Sänger Höhn, intoniert wurde. Die Stimmung sprang ein Stück später ins Rauschhafte. Der Anlass: der Kultsong "Strada del Sole", bei dem das Publikum im Kollektiv in "I hab kane Lire, und kane Papiere" mit einstimmte. Bei "Macho Macho" gab es keine Geschlechtergrenzen, so impulsiv katapultierten sie und er das Wort von männlicher Macht zurück auf die Bühne. Die Bandmitglieder stellen nicht sich, sondern die Songs in den Mittelpunkt. Nach fast drei Stunden schließlich spielten sie mit "Fürstenfeld" von STS den Song, auf den alle gewartet hatten. Der Schlussbeifall war ausdauernd, wie man ihn schon im Verlaufe des Konzerts erwarten durfte. Die Gastgeber Enzio und Marion haben mit der Einladung des Trios eine gute Wahl getroffen.