Ortsreferent Arno Schlembach ist zufrieden: Auf dem Kinderspielplatz in Großwenkheim steht jetzt ein Spielgerät für die allerkleinsten Mitbürger. Und das wird gebraucht. Denn in dem Münnerstädter Stadtteil ist die Geburtenrate angestiegen. Zwischen 2020 und 2021 (Stand Juni) gab es elf Geburten. Dazu kommen neu zugezogene Familien. Das sei für eine 700-Einwohner-Gemeinde schon recht gut, meint Arno Schlembach. Ob die Corona-Pandemie eine Rolle spielt, wagt der Kommunalpolitiker nicht abzuschätzen.

Ortsreferent Arno Schlembach und Bürgermeister Michael Kastl glauben zu wissen, woran diese für den Ortsteil erfreuliche Entwicklung liegt. Großwenkheim sei für junge Bürger attraktiv, meinen sie. Denn es seien längst nicht mehr nur Einheimische, die beschließen, hier ihr Leben zu verbringen. Einen Teil dazu beigetragen hat nach Ansicht des Ortsreferenten sicherlich das Neubaugebiet. "Da kommen junge Familien", sagt er. Aber er beobachtet auch, dass mittlerweile ein Generationenwechsel im Altbestand der Baugebiete stattfindet. Familien hätten bestehende Immobilien gekauft. Das ist im Sinne von Bürgermeister Michael Kastl . Dessen Ziel ist es, dass vorhandene Immobilienressourcen genutzt werden, statt weitere Baugebiete zu erschließen. Großwenkheim sei auch deshalb attraktiv, weil es noch eine Grundversorgung direkt im Ort biete, so Michael Kastl. Es gibt einen Lebensmittelmarkt, einen Bäcker und eine Metzgerei. Dazu kommt noch der Kindergarten. Familien, die nach einem Bauplatz oder einer Wohnimmobilie suchten, fragten nach solchen Möglichkeiten, ist seine Erfahrung. Im kommenden Jahr will die Stadt Münnerstadt den steigenden Kinderzahlen Rechnung tragen und die Erweiterung des Kindergartens angehen. Es soll eine Kleinkindergruppe gebaut werden. Schon jetzt gebe es eine Warteliste für die Aufnahme, betont Ortsreferent Arno Schlembach. Und weil es wieder mehr kleine Kinder im Dorf gibt, hat man ein defektes Kletterkarussell nicht mehr ersetzt und dafür ein Kleinkinderspielgerät am Spielplatz aufgebaut. Neu ist zudem eine Hängeschaukel. Die spricht große wie kleine Kinder an, aber auch die Eltern können bei Bedarf dort kurz chillen - sofern die Schaukel frei ist.

Knapp 10 000 Euro hat die Investition gekostet. Die seien gut angelegt, finden Michael Kastl und Arno Schlembach. Der Spielplatz bietet jetzt eine Kombination aus neuen und alten Spielgeräten. Das älteste, die Schaukel, stammt noch aus den 1970er Jahren. Auf ihr hat schon Arno Schlembach geschaukelt. "Es spricht nichts dagegen, gutes, altes Gerät da zu lassen", so Bürgermeister Michael Kastl. Insgesamt stehen heuer im städtischen Haushalt rund 30 000 Euro für den Kauf neuer Spielgeräte im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung. "Wir schauen, wo es nötig und sinnvoll ist", so Bürgermeister Kastl zur Verteilung des Geldes. Insgesamt betreut die Stadt Münnerstadt 16 Kinderspielplätze.