Aus einer Frauenbewegung, die vor mehr als 100 Jahren entstanden ist, ging der Weltgebetstag hervor. Genau genommen bildete sich ein internationales ökumenisches Netzwerk, quasi ein frühes Internet. Seitdem wird an jedem ersten Freitag im März der Weltgebetstag für ein spezielles Land gefeiert. In diesem Jahr hieß es "Buenos noches" aus Kuba. Das Vorbereitungskomitee wählte das Motto "Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf".
Gefeiert wurde nach der vorbereiteten Gottesdienstordnung mit rhythmischer Musik, mit Informationen über die Geschichte, das Land und Leben in dem Inselstaat. Bereits beim Empfang mit landestypischen Getränken bahnte sich etwas von der Gelassenheit des kubanischen Lebensstils seinen Weg. Auch das abschließende Büfett ließ die Kostbarkeiten des Landes erspüren. Wenngleich die Speisen exotische Namen trugen wie "Albobingas de carne" (Hackbällchen), "Sopa cubana" (bunter Eintopf), "Moros y christos" (Reis mit Bohnen) oder "Arroz con leche" (Milchreis) zeigten sich durchaus Parallelen zu der hiesigen Küche.
Eindringliche Begegnungen und Erlebnisse machten den Weltgebetstag wieder zu einem besonderen Erlebnis. "Diese Gottesdienstform erinnert mich sehr stark an das Aufbruchsgefühl mancher Kirchentage", fasst die Besucherin Karin zusammen. Auch andere Teilnehmer sind begeistert und freuen sich schon auf den ersten Freitag im März 2017, wenn Frauen von den Philippinen die Feier inhaltlich vorbereitet haben werden.
Heike Reinersmann