"Weiterentwicklung mit vernünftiger Finanzpolitik"

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Bürgermeister Bernhard Seeberger möchte in Großenseebach weiterregieren. Foto: Richard Sänger
Bürgermeister Bernhard Seeberger möchte in Großenseebach weiterregieren. Foto: Richard Sänger

Großenseebach — Nahezu voll besetzt war der Saal des FSV Großenseebach, als die Vorsitzende Heike Weiser die Wahlversammlung der Freien Wähler eröffnete. Dazu konnte sie auch die Landratskandidatin Re...

Großenseebach — Nahezu voll besetzt war der Saal des FSV Großenseebach, als die Vorsitzende Heike Weiser die Wahlversammlung der Freien Wähler eröffnete. Dazu konnte sie auch die Landratskandidatin Regina Enz und die beiden Herausforderer des amtierenden Bürgermeisters, Christian Schmitt (CSU) und Jürgen Jäkel (MfG) begrüßen.

Bürgermeister Bernhard Seeberger (FW) erklärte: "Es wurden in der letzten Amtszeit neue Baugebiete ausgewiesen. Damit schaffen wir für unsere Bürgerinnen und Bürger neue Wohnmöglichkeiten."

Mit der Fortschreibung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes werde auch die Weiterentwicklung der Gemeinde gesichert. Dazu trage auch das inzwischen voll vermarktete Gewerbegebiet bei, wodurch sich innovative und leistungsfähige Firmen ansiedeln und wohnortnahe Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. "Unsere Kinder sind das Zukunftspotential unserer Gemeinde. Mit dem Neubau der Kinderkrippe, dem Ausbau unseres Kindergartens sowie der Erweiterung der Grundschule sind wir für die Zukunft gut gerüstet", sagte der Bürgermeister. Dazu wurden für die "Kleinsten" als wichtiger Entwicklungsfaktor attraktive Spielplätze ausgebaut und modernisiert. Mit der Neugestaltung des Gemeindezentrums wurde die Voraussetzung für eine moderne, barrierefreie und bürgernahe Verwaltungseinheit geschaffen. Die Versorgung mit schnellem Internet konnte erheblich verbessert werden.

"Unsere Gemeinde ist schuldenfrei und finanziell außerordentlich leistungsstark. Eine vernünftige und ordentliche Finanzpolitik ist für mich als Erster Bürgermeister Grundvoraussetzung. Daran wollen sich die Freien Wähler auch künftig orientieren", erklärte Seeberger.

Für weitere sechs Jahre als Bürgermeister skizzierte Seeberger einige wichtige Themenfelder, die er umsetzen möchte. So will Seeberger das Ortsbild verändern, die Familien-, Kinder- und Jugendpolitik mehr in den Fokus sowie den demografischen Wandel und damit die Weiterentwicklung des Ortes berücksichtigen.

"Mit Bedacht und Augenmaß" will Großenseebach weiterentwickeln. Dazu gehören insbesondere auch die Stärkung und Förderung der ehrenamtlichen Arbeit, denn über 20 Vereine und Gruppen mit sozialem Engagement seien ein deutliches Zeichen für die aktive Gemeinde. Auch auf eine der nächsten großen Investitionen ging der Bürgermeister ein, dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Die Gemeinde wolle weiterhin Bauland zu vernünftigen Konditionen anbieten und gleichzeitig aber den Flächenfraß berücksichtigen und Baulücken schließen sowie Bestandsbauten mit einbeziehen.

Zur weiteren Beruhigung des Ortskernes sei zudem vorgesehen, für ortsansässige Firmen Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen. Der Bürgermeister will seniorengerechten Wohnraum schaffen. Er strebe eine Wohnanlage für Senioren an, in der es auch Gemeinschaftsräume für Aktivitäten und Zusammenkunft geben soll sowie Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Die gewünschte Umgehungsstraße sei bereits im Flächennutzungsplan der 80er Jahre enthalten gewesen und auch in der Dringlichkeitsstufe. 2011 sei das Vorhaben auf die Stufe 2 zurückgestuft worden. "Wir stehen mit dem Staatlichen Bauamt immer wieder in Kontakt, aber die Behörden sehen im Moment keinen vordringlichen Bedarf", erklärte Seeberger.

Im Anschluss stellten sich die Kandidaten vor und erläuterten ihre Vorstellungen.