Im Herbst dieses Jahres sollten weitere Stolpersteine in Coburg verlegt werden. Aus Termingründen werde diese Verlegung aber erst im Frühjahr 2020 erfolgen, berichtete Klaus Anderlik vom Amt für Schulen, Kultur und Bildung bei der Sitzung des Kultur- und Schulsenats am Dienstag.

Zwischen 2009 und 2013 wurden bereits über 100 Stolpersteine in den Straßen Coburgs verlegt. Die Messingplatten erinnern an Opfer des Nationalsozialismus. In Coburg sind das jüdische Bürger wie der einstige Inhaber der Fleischwarenfabrik, Abraham Friedmann, oder Dr. Kurt Masur, aber auch Antifaschisten wie Georg Alexander Hansen, ein Wehrmachtsoffizier, der als Nazigegner hingerichtet wurde, oder Coburgs früherer Dritter Bürgermeister Christian Reichenbecher (SPD).

Raum für Ausstellungen

Der nach dem Auszug der Firma Holzberger und Koch freigewordene Laden in der Rückertstraße 3 wird künftig für Ausstellungszwecke benutzt. Die erforderlichen Umbau- und Sanierungsarbeiten werden unter anderem von der Horst-Ludwig-Weingarth-Stiftung, einer ehemaligen Coburger Bürgerin mit einer Spende sowie aus Leader-Fördermitteln der Europäischen Union und der Niederfüllbacher Stiftung unterstützt.

Die Räume sollen nicht einfach unter dem Titel "Coburger Puppenmuseum" mitlaufen, hieß in dem Gremium. Das ehemalige Geschäft gegenüber der Ehrenburg erhält jetzt den Namen "Rückert 3 Kultur Raum - Kunst, Kultur, Geschichte". Es soll für wechselnde Ausstellungen und Präsentationen genutzt werden. Trotz unterschiedlicher Namen soll "Rückert 3" über den Eingang des Puppenmuseums zugänglich sein. Dies erläuterte Christine Spiller vom Puppenmuseum in einem Gespräch mit dem Tageblatt. mako