Wenn die Kreisvertreterversammlung der CSU die Bundestagswahl 2017 vorbereitet, werden aus Ludwigschorgast Doris Leithner-Bisani, Heike Köhler, Kathrin Günther, Thorsten Schwieder und Holger Ständner dabei sein. Sie wurden in der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbands zu Delegierten gewählt.
Höhepunkt 2015 sei das 60-jährige Bestehen des Ortsverbands gewesen, sagte Vorsitzender Thorsten Schwieder, der an zahlreiche weitere Aktivitäten erinnerte. Er freue sich über die Ansiedlung des Rewe-Markts und den Bau einiger Wohnhäuser. Erfreulich sei auch, dass der Förderantrag für die Teilsanierung der Grundschule durch die Regierung von Oberfranken positiv beschieden wurde.
Das Staatliche Bauamt plant laut Vorsitzendem aufgrund der Unfallhäufigkeit einen Umbau der Kreuzung B 303/Haupt- und Bahnhofstraße. Hierzu kündigte er einen Ortstermin an, sobald nähere Details vorliegen. Die aktuelle Mitgliederzahl bezifferte Thorsten Schwieder auf 43 Personen.
Kassierer Roland Konrad zeigte geordnete Finanzen an. Die Revisoren Michaela Popp und Rene Schlemmer bescheinigten dem Schatzmeister eine tadellose Arbeit.
Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner unternahm einen Streifzug durch die aktuelle Politik. Klar sei, "dass Deutschland nicht jedes Jahr so viele Flüchtlinge aufnehmen kann wie 2015". Auf europäischer und internationaler Ebene arbeite die Bundesregierung deshalb daran, den Schutz der europäischen Außengrenzen zu verbessern, Fluchtursachen zu bekämpfen und so die Zahl der Asylsuchenden spürbar zu verringern. Dass die ergriffenen Maßnahmen wirksam seien, zeigten die rückläufigen Zahlen der Flüchtlingsankünfte in Griechenland.
Eine Einigung konnte laut Zeulner auch beim Thema Erbschaftssteuerreform erzielt werden. Hier sagte die Bundestagsabgeordnete ganz klar, dass die Erfolge "der CSU zu verdanken sind, die nicht locker gelassen hat". Die Landesgruppe habe sich besonders dafür eingesetzt, dass Unternehmen auch nach einem Eigentümerwechsel fortgeführt werden können. Dies sei ein großer Erfolg für die mittelständisch geprägte Wirtschaft.
Im Brexit‬in Großbritanniens sah Emmi Zeulner einen Warnschuss vor allem für die Politik, die die Sorgen der Bürger nicht entkräften konnte. Die Brexit-Gegner hätten es leider nicht geschafft, den großen Mehrwert, den die Europäische Union für jeden Einzelnen mit sich bringe, deutlich zu machen. Über die große europäische und internationale Politik hinaus dürften nicht die konkreten und nationalen Probleme aus den Augen verloren werden, es gelte Bedenken des Einzelnen ernst zu nehmen.
Die vielen Kritikpunkte der Brexit-Befürworter müssten Anlass sein, sich intensiv mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und Lösungen zu finden, "sonst wird der Austritt einzelner Staaten zum Lauffeuer", so Emmi Zeulner. Die EU ist und bleibe nicht nur eine Wirtschafts-, sondern vor allem eine Wertegemeinschaft. "Das wurde im Vertrag über die EU festgehalten. Genau deswegen muss jetzt gemeinsam gehandelt werden", forderte die Abgeordnete. Klar sei bisher nur eines: Ein Einfaches "Weiter so!" dürfe nicht die Lösung sein. kpw