Die Handballer des TV Ebern hatten nach der Winterpause im Bezirksoberliga-Heimspiel gegen die SG Marktleuthen unübersehbare Startschwierigkeiten. Vor allem dank eines besseren Beginns nahmen die Gäste mit dem 35:32 beide Punkte mit.

Bezirksoberliga

TV Ebern - SG Marktleuthen/N. 32:35

Die Gäste machten früh klar, dass sie die Kontrolle über das Spiel nie aus der Hand geben wollen. Angeführt vom starken Jakob Kassing ging der Tabellenvierte beim 4:1 und 5:2 schnell mit drei Toren in Führung. Die Eberner Deckung nahm die Zweikämpfe nicht entschlossen genug an und kassierte weitere Gegentreffer zum 3:8-Rückstand.

Erst eine Auszeit des TVE-Trainers Kammer sollte dem Team etwas mehr Struktur und Ruhe verschaffen. Zum einen funktionierte die 5:1-Abwehr durch die Umstellung von Hippeli auf die Verteidigerposition auf der Spitze etwas besser. Zum anderen fand Joseph Weiß nun zu seinem Wurf und brachte seine Mannschaft mit sieben Toren hintereinander beim 8:9 und kurz darauf beim 11:12 wieder heran. Die letzten Aktionen vor der Halbzeitsirene gehörten jedoch erneut der Gastmannschaft, so dass diese ihren Vorsprung nochmals leicht ausbaute und die Trainer ihre Spieler beim 14:16 zur Pausenansprache baten.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer in der prall gefüllten Eberner Dreifachturnhalle zunächst ein ähnliches Spiel wie im ersten Abschnitt. Die SG schien wacher zu sein und hielt ihren Vorsprung weiter aufrecht. Der TVE hielt zwar weiterhin dagegen, komplett auf Augenhöhe waren sie jedoch nicht. Motor im Angriff war Joseph Weiß, der erfolgreichste Torschütze der BOL - das Eberner Spiel wirkte dadurch jedoch auch zu einseitig. Die Marktleuthener nutzten dies, um den Vorsprung auf 26:20 nochmals zu steigern. Dann erwachte allerdings nochmals der Kampfgeist des TVE. Bis auf zwei Tore Rückstand spielten sich die Eberner wieder heran, die schwindende Zeit und eine unglückliche Zeitstrafe beendeten jedoch die Aufholjagd. Mit dem Endstand von 35:32 für die favorisierten Fichtelgebirgler endete der erste Kraftakt des neuen Jahres. TV Ebern: Weiß (17/2), Aumüller (4), Görtler (3), Feldmann (2), Geuß (2), Müller (2), Groh (1), Hippeli (1), Bauer, Nembach; Kröner, Ospel, Schad

Bezirksliga Frauen

TV Ebern - Windeck/Burgebrach 21:9

Gegen die ohne Wechselspieler angereisten Damen aus Burgebrach begann das Eberner Team sehr stark und dominierte von Beginn an das Spiel. Aus einer guten Abwehr heraus spielten die Ebernerinnen schnell nach vorne und erreichten über ein 8:0 (12.) den Halbzeitstand von 14:2.

Bedingt durch viele Wechsel und einige Fehlwürfe des TVE in der zweiten Halbzeit konnte Burgebrach das Spiel offener gestalten. Unkonzentrierte Aktionen im Angriff und schwaches Rücklaufverhalten der Eberner nutzte Burgebrach zu einigen erfolgreichen Gegenstößen. Trotzdem reichte es für die Gastgeberinnen: Sie fuhren einen deutlichen und ungefährdeten 21:9-Heimsieg ein. TV Ebern: Ute Geuß (6), Jutta Geuß (6), Carena Barth (4), Judith Reubel-Lange (2/1), Nina Deboy (1/1), Corinna Götzinger (1), Franziska Stetter (1)

Bezirksklasse West

TV Ebern II - Windeck/Burgebrach 24:28

Die außer Konkurrenz startende Eberner Reserve kassierte eine unnötige Niederlage gegen Windeck/Burgebrach. Die Gäste traten nur mit sechs Spielern an. Zu Beginn konzentrierte sich der TVE aufgrund der körperlichen Unterlegenheit im Rückraum auf Gegenstöße und Würfe von den Außenpositionen, die David Kraft sicher verwertete. Nach einer Schwächephase Mitte der ersten Halbzeit kamen die Eberner durch schnelle Gegenstöße von W. Geuß zu einfachen Toren, bevor sie defensiv viel zu schlafmützig agierten, der Vorsprung schmolz auf 13:12.

Nach einem ausgeglichenen Start der zweiten Hälfte machte sich die mangelnde Erfahrung der Hausherren bemerkbar. Die Trefferquote über die Außenpositionen und im Rückraum ließ zu wünschen übrig. Die Gäste setzten sich auf 18:22 ab. In der Schlussphase gaben einfache Fehler den Ausschlag für den verdienten Sieg der Burgebracher. di TV Ebern: Kraft (4), Eckstein (6), Geuß W. (5), Bauer (3), Groh (1), Giebfried (1), Senff (1), Jünger, Wolf, Kaspar, Schad, Kröner