Auch wenn derzeit die vorweihnachtliche Stimmung nicht so ist wie gewohnt - Bad Rodach steckt den Kopf nicht in den Sand. In der Kurstadt geht man in die Offensive und beweist, dass man mit mutigen und lustigen Ideen den Menschen und Besuchern den Raum bieten kann, die Adventszeit zu genießen.

Wer derzeit von der lichtdurchfluteten und liebevoll geschmückten Innenstadt in den Kurpark flaniert, wird seit dem 1. Dezember nicht nur von einer gelungenen Illumination von rotem und blauem Licht empfangen, sondern auch von einer Linde, die wohl ziemlich einzigartig sein dürfte.

Der Baumkrone wurde eine rote, aus 76 Meter Stoff gefertigte Nikolausmütze "übergezogen". Eine "Niko-Linde", könnte man also sagen. Das ist aber noch nicht alles.

Am Fuß des Baumes findet sich nicht nur ein mit viel Hingabe gestalteter Weihnachtsschlitten, sondern auch ein ganz besonderer Briefkasten. Bis zum 20. Dezember können hier jüngere aber, das wurde von Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) und Kurdirektorin Stine Michel ausdrücklich betont, auch ältere Mitmenschen ihre Weihnachtswünsche einwerfen.

Die werden dann vom "Weihnachtsmann" gesichtet und dem Christkind vorgelegt. Stine Michel geht davon aus, dass ein paar von ihnen auch in Erfüllung gehen werden - wenn möglich. "Weltfrieden und ein sofortiges Ende der Corona-Pandemie können wir leider nicht erfüllen", räumte Bürgermeister Ehrlicher schweren Herzens ein.

Dass die Linde zum Wunschbaum wurde, ist vor allem Sebastian Golbik aus Hildburghausen zu verdanken, der nicht nur den Kurpark ins Licht taucht, sondern auch aus dem roten Stoff die Mütze nähte. Unterstützung kam von Katja Nikisch (Frau Nikisch Nadelsalat, Bad Rodach), die dafür sorgte, dass der Stoff rechtzeitig vor Ort war. Die Idee wurde gemeinsam mit dem Stadtmarketing entwickelt, die Bad Rodacher Bürgerstiftung wird sich finanziell an der Erfüllung der Weihnachtswünsche beteiligen.