Wilhelmsthal — Eine Sondersitzung unter dem Motto "Wer zuerst kommt, malt zuerst", hatte die Gemeinde Wilhelmsthal für ihre Räte einberufen. Zweiter Bürgermeister Gerhard Eidelloth nahm kurz zur Thematik Stellung: "Die Gemeinde Wilhelmsthal hat im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern das alte Schulgebäude in Hesselbach zum Abbruch und Neubau des Gemeinschaftshauses angemeldet." Um den Zuwendungsantrag zeitnah einreichen zu können, wurde an diesem Abend ein Beschluss gefasst.

Der gesamte Gemeinderat stimmte der Antragstellung und der Durchführung der Fördermaßnahme zu. Das geplante Projekt stellte Architekt Kersten Schöttner vor. "Das alte Schulgebäude ist zu groß und der Aufwand, es zu sanieren, wäre viel zu hoch", begründetet er den Abbruch.

Hoffen auf 90 Prozent Förderung

Außerdem könne man auch in Hesselbach auf eine 90-prozentige Förderung hoffen. Und die umfasse eben nicht nur den Neubau, sondern auch die Demontierung des alten Gebäudes. Eingeschossig soll es werden und vor allem barrierefrei. Deshalb werde man den Eingang auch mit einer Rampe versehen.

Schöttner: "Wir bauen einen Gruppenraum mit etwa 80 Quadratmetern, der für Veranstaltungen genutzt werden kann. Außerdem wird es noch zwei weitere Gruppenräume mit je 30 Quadratmetern geben. Auch ein Stuhllager und eine Teeküche sind eingeplant. Im Versorgungstrakt wird es unter anderem einen Technikraum, einen Abstellraum und Toiletten geben."

Die Außenanlagen wolle man verkleinern, die Zufahrt soll so gelassen werden, wie sie jetzt ist. "Es gibt vorne eine große Terrasse mit doppelflügligen Türen und hinten eine kleine Terrasse. Diese Freiflächen kann man bei größeren Veranstaltungen sehr gut mit einbeziehen." Außerdem soll noch ein überdachter Pavillon entstehen und daneben eventuell ein Wasserspiel.

Die Kosten für das gesamte Projekt, das unter anderem für die Hesselbacher Vereine gedacht ist, bezifferte der Architekt auf rund 1 125 000 Euro. Die einzelnen Posten schlüsselte er für den Gemeinderat auf und betonte: "Die 90-prozentige Förderung ist genau auf diesen Betrag ausgerichtet. Sollte es teurer werden, kriegen wir deshalb aber nicht mehr Geld."

Neue Leitungen

Schöttner erklärte auch, dass man im Zuge des Neubaus die Versorgungsleitungen neu verlegen werde. "Es macht keinen Sinn, wenn wir alles erneuern, aber in fünf Jahren feststellen, dass die Leitungen marode sind."