Die Tradition eines lebendigen Adventskalenders geht in Trebgast bereits bis ins Jahr 1999 zurück. Damit dürfte die evangelische Kirchengemeinde mit zu den ersten gehören, in denen ab 1. Dezember als Vorbereitung auf das bald folgende Fest jeden Abend ein Adventsfenster geöffnet wird.
Dabei treffen sich bei abwechselnden Gastgebern Nachbarn, Freunde und Bekannte, um zusammen bei Kerzenschein, einer Tasse Tee oder Glühwein, Plätzchen und Lebkuchen für etwa eine halbe Stunde innezuhalten und die tägliche Hektik zu vergessen. Dazu wird gesungen und musiziert und eine Geschichte vorgelesen.


Heimelige Atmosphäre

Ein besonders stimmungsvolles Fenster öffnete sich jetzt erstmals im Ortsteil Michelsreuth. Ellen und Rudolf Dippold hatten eine an ihr Wohnhaus angrenzende überdachte Pergola mit viel Grün und viel Liebe geschmückt. Dezentes Licht vermittelte eine heimelige Atmosphäre.
Die zahlreichen Besucher, darunter viele, die von Trebgast aus den Michelsreuther Berg hinaufgepilgert waren, sangen "Fröhliche Weihnacht überall", "Tochter Zion" und "O Tannenbaum".
Rudolf Dippold erzählte eine fränkische Weihnachtsgeschichte. Das i-Tüpfelchen der besinnlichen Stunde war das Blechbläserensemble Weibsblech, das bekannte Adventslieder intonierte und auch den Gesang begleitete.
Zum Abschluss spielten sie als Referenz an den Hausherrn das Lied von Rudolph, dem Rentier mit der roten Nase. hd