von unserer Mitarbeiterin Petra Malbrich

Weißenohe — Traktoren, Mähdrescher und andere Fahrzeuge der Landwirtschaft werden immer größer. Feldwege und oft auch die Straßen der Flurbereinigung sind für Fahrzeuge dieser Größe, Breite und Gewicht nicht ausgelegt.
Mit dem Kernwegenetz soll nun entgegengesteuert und ein Wegenetz mit allen Gemeinden ausgearbeitet werden. Dazu wünscht die Kommunale Arbeitsgemeinschaft "Wirtschaftsband A 9 - Fränkische Schweiz" die Mitarbeit der Gemeinden, die mögliche Wege ihrer Gemeinden vorschlagen sollen.


"Nur eine Möglichkeit

"Wir haben eigentlich nur eine einzige Möglichkeit", sagte Bürgermeister Rudolf Braun (FW) mit einem Blick auf die Ortskarte, auf der alle Wege eingezeichnet sind. Diese Karte wurde von der Arbeitsgemeinschaft an die Kommunen verschickt. Die für die Gemeinde Weißenohe geeignete Trasse sei der aus Richtung Lilling hinunter laufende Weg nach Dorfhaus, durch den Ort und dann Richtung Oberrüsselbach. Gedacht sind diese "Kernwege" laut Bürgermeister hauptsächlich für die Landwirtschaft, aber auch als Verbindungsstraßen und um den normalen Verkehr auf den Bundes- und Kreisstraßen zu entlasten, wenn landwirtschaftliche Fahrzeuge diese nicht mehr nutzen müssen.
Die bestehenden Flurbereinigungswege werden an geeigneten Stellen verbreitert, eine Gesamtausbaubreite von 5,50 Meter ist vorgesehen. Ähnlich wie bei der Flurbereinigung werden diese Wege gepflastert und nur im Ortsbereich geteert. Ob Teile der noch nicht gepflasterten Flurbereinigungswege dann gepflastert würden, wollte Johann Elitzer (UWG) wissen, was bejaht wurde.
"Machen wir uns Freunde beim Ausbau solcher Wege?", fragte Carmen Stumpf (FWG). Ihre Gründe, nicht mit Euphorie auf das Kernwegenetz zu reagieren, lägen nachvollziehbar auf der Hand: "Es ist ein Eingriff in die Natur!" Wegen der großen Maschinen für die Landwirtschaft habe es die Flurbereinigung gegeben, fügte Stumpf an. Erhebliche Bedenken habe sie auch, da die breiten Wege dann häufiger von anderen Verkehrsteilnehmern genutzt würden.
Heinrich Müller (UWG) hielt entgegen, dass schon die jetzigen Wege von Motorradfahrern benutzt würden. Je breiter, desto verlockender, antwortete Carmen Stumpf.