Wefa: Erstmals auch "Alltagsassistenten"

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Im zum kleinen Festsaal umgewandelten Speisesaal der Wefa 2 konnte die Zweigstellenleiterin Ivonne Scholl-Engelhardt viele Verwandte und Angehörige sowie na...

Im zum kleinen Festsaal umgewandelten Speisesaal der Wefa 2 konnte die Zweigstellenleiterin Ivonne Scholl-Engelhardt viele Verwandte und Angehörige sowie natürlich die "Hauptpersonen des Tages" selbst willkommen heißen. Den Absolventen und Absolventinnen gratulierte sie zu ihrem Abschluss der beruflichen Bildung, bei der sie wichtige berufliche und soziale Kompetenzen für ihr weiteres Arbeitsleben erworben haben. "Für die meisten von euch gehen zwei Jahre berufliche Bildung in diesem Monat zu Ende." Und: "Wenn man etwas nicht weiß, so kann man fragen. Wenn man etwas nicht kann, so kann man es lernen", bekundete Sozialpädagogin Heike Römmling vom Begleitenden Dienst. Und zu lernen habe es viel gegeben: die Hausordnung, Arbeitssicherheit, Qualität in der Arbeit, Erste Hilfe, Müll und Umwelt, Hauswirtschaft, Europa, Euro, Bildungsplanung, Ernährung und die verschiedensten Materialien. Ein Computerkurs erfolgte an der Fos in Kulmbach. Zudem gab es viele Ausflüge, Projekte und Kurse und natürlich auch vielfältige Arbeiten wie auch Praktika in den unterschiedlichsten Bereichen.
"Es war nicht immer ganz einfach, aber wir haben nie dran gezweifelt, dass ihr alle euren Weg gehen werdet. Jede schwierige Erfahrung hat euch weitergebracht und als Person geformt. Ihr habt alle Herausforderungen gemeistert, jeder auf seine ganz eigene Art", lobte die Sozialpädagogin, die die Absolventen zum Abschluss ihrer beruflichen Bildung herzlich beglückwünschte. Das Lernen gehe für diese in den Arbeitsgruppen weiter. "Ihr könnt viel erreichen. Habt den Mut, weiter an euren Vorstellungen zu arbeiten", gab sie ihnen mit auf den Weg. Sehr freute sie sich, mit Jacqueline Teller und Florian Ruß - erstmals überhaupt in Kronach - zwei BBB (Berufsbildungsbereich)-Absolventen gratulieren zu können, die die zusätzliche berufsbildorientierte Ausbildung zur Alltagsassistentin beziehungsweise zum Alltagsassistenten absolviert hatten.


"Selbstständiger arbeiten können"

Bislang hatte man entsprechende Absolventen "lediglich" im Arbeitsbereich. Zielgruppe dieser Ausbildung sind Menschen mit Behinderung, die bei ihrer täglichen Arbeit andere Menschen unterstützen und begleiten oder dies gern tun möchten. "Ziel der Ausbildung ist es, grundlegende Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, damit sich unsere Alltagsassistenten sicher fühlen und selbstständiger arbeiten können", erklärte sie.
"Hinter euch liegen zwei tolle Jahre voller Anstrengungen, Lernen, sicherlich auch manchem Ärger - aber auch voller Spaß und Freude, neuer Erkenntnisse, neuer Freundschaften, mit schönen Ausflügen und Events", bekundete der Zweigstellenleiter der Wefa Niederfüllbach, Steffen Och, der stellvertretend die Glückwünsche der Wefa-Geschäftsleitung übermittelte.
Namens des Werkstattrats gratulierten die Frauenbeauftragte Christin Müller sowie Vorsitzender Martin Engelhardt. "Wir sind immer für die Beschäftigten da. Wenn ihr Probleme habt, kommt zu uns und wir reden darüber", ermunterte Müller die Absolventen.
An die kleine Feierstunde, bei der auch Bilder aus den vergangenen beiden Jahren in einer mit Musik untermalten Präsentation gezeigt wurden, schloss sich ein gemütliches Beisammensein bei einem leckeren Buffet an. Die Absolventen im Berufsbildungsbereich: Melissa-Lydia Hahn, Julia Kaltofen, Fabian Raab, Kevin Blüchel, Chris Hendryx, Kevin Schweizer, Andreas Lazarus, Jaqueline Teller, Florian Ruß, Lukas Neder.  hs