Auf der Tagesordnung des Haßfurter Bauausschusses standen am Dienstagabend nur private Bauanträge. Im Anschluss an die Sitzung stellten die Stadträte allerdings auch Fragen nach einigen aktuellen Projekten der Stadt.
Dabei kam, wie am nächsten Tag eine Nachfrage unserer Zeitung bei Bürgermeister Günther Werner (FW) ergab, unter anderem die Güterhalle am Bahnhof zur Sprache.
In seinem Wahlkampf hatte Werner angekündigt, das Bahnhofsumfeld umgestalten zu wollen. Gerade eine neue Nutzung der Güterhalle war einer der heiß diskutierten Punkte. Die Aufwertung des Haßfurter Bahnhofsbereiches und die attraktivere Umgestaltung beschäftigen die Haßfurter Stadtoberen seit Jahrzehnten. Jetzt gab es zu einer Überlegung eine Nachfrage.
Auf Norbert Geiers Frage, ob sich denn nun das Café in der Güterhalle verwirklichen lasse, entgegnete der Bürgermeister, in diesem Punkt gebe es noch kein Ergebnis. Ein Paketdienst, der die Halle als Lager nutzte, war Ende Mai ausgezogen.
Ein weiteres Thema, das unter dem Punkt "Sonstiges" zur Sprache kam, war der Internetausbau. Werner bestätigte, dass die Telekom für den Stadtteil Augsfeld einen Antrag gestellt habe. Warum sie derzeit nicht weiter ausbaut, entziehe sich seiner Kenntnis.
Kritisch äußerte er sich zur Informationspolitik der Bundesnetzagentur, die nur sehr wenige Informationen nach außen gebe. Dem Gerücht, dass die Firma "Schnell im Netz" in Wülflingen nicht mehr am Ausbau beteiligt sei, widersprach der Bürgermeister hingegen.
Sven Schnös wollte wissen, wie es um das Thema Stadtstrand stehe, und fragte nach Verzögerungen bei der geplanten Verschönerung der Uferpromenade. Werner erklärte, 2017 stünden zunächst die Arbeiten an der Flutbrücke an. Das Brückenbauwerk muss wie weitere Brücken im Maintal saniert werden. Die Notwendigkeit, den Uferbereich attraktiver zu gestalten, sehe er. Allerdings solle dieser Umbau erst nach dem geplanten Mainausbau stattfinden. "Wir wollen ja nichts machen, was dann gleich wieder zerstört wird", sagte er auf Anfrage.