Die Sanierung eines Schieberkreuzes der Trinkwasser-Hauptleitung im Bereich der Brücke am "Weißen Main" schien zu Beginn nur eine Bagatellgrenze zu erreichen, doch jetzt muss die Gemeinde Himmelkron tief in die Tasche greifen: Knapp 90 000 Euro sind notwendig, um die Wasserversorgung in diesem Bereich auf Dauer zu sichern.

Bürgermeister war gefragt

Die Arbeiten werden gegenwärtig von der Firma Luding GmbH aus Regnitzlosau ausgeführt. Die verlegt unter anderem eine 70 Meter lange Hauptleitung neu. Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) ließ den Gemeinderat wissen, dass die Armaturen an diesem neuralgischen Punkt für die erforderlichen Nachtmessungen zur Erfassung der Wasserverluste unverzichtbar seien, dabei gehe es auch um eine Ressourcenschonung des Trinkwassers.

Nach einer Kontrolle im Herbst letzten Jahres war festgestellt worden, dass die Wasserschieber nicht mehr korrekt schließen. Nachdem das Kontingent für die jährlichen Unterhaltungsarbeiten an Kanal und Wasser zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschöpft war, entschied der Bauhof - in Absprache mit der Bauverwaltung und dem Bürgermeister -, die notwendigen Arbeiten für Anfang dieses Jahres einzuplanen. Im Zusammenhang mit einem Wasserrohrbruch in der Markgrafenstraße 3 sollte dann das Schieberkreuz in der Markgrafenstraße 1 ausgewechselt werden.

Vor wenigen Wochen wurde allerdings bei der Öffnung der Baugrube festgestellt, dass weitere, verdeckte Schachtbauwerke (Düker) und zwei zusätzliche Schiebergestänge vorgefunden wurden, die alle in großen Mengen massiven Sicherungsbeton in unmittelbarer Nähe zum Brückenbauwerk und dem Kanal-Düker eingebunden waren. Bürgermeister Schneider: "Ein Erstversuch des Freistemmens vom Beton musste unterbrochen werden, da durch die Krafteinwirkung bereits ein Schaden an der aktiven Hauptwasserleitung entstanden war und zur Beeinträchtigung mehrerer Anwesen in der Markgrafenstraße und am Klosterberg mit den Einrichtungen der Diakoneo geführt hätte."

"Klostermühle" betroffen

Betroffen davon waren die "Klostermühle" und die Werkstatt für behinderte Menschen. Entscheidend für das weitere Vorgehen war, dass ein Freistemmen des Betons ein hohes Risiko für die Versorgungssicherheit von acht Hausanschlüssen ausgelöst hätte und im Falle eines Bruches kein wirksames Absperren der Druckleitung mehr gegeben wäre. Der Aufbau und die Unterhaltung einer Notleitung wären dann nach Ansicht der Bauverwaltung zu kostenintensiv gewesen. Letztlich wurden drei neue Schieberkreuze eingebaut und Teile der Leitung neu verlegt, ebenso ein weiterer knapp 40 Meter langer Strang in Richtung der Ortsmitte von Himmelkron. "Für die Zukunft wird damit auch der Unterhalt in diesem Bereich einfacher", versprach Schneider.

Die Firma Strabag AG, Neudrossenfeld, nahm die Asphaltierung des Schotterweges in der Lindestraße auf einer Länge von 130 Metern im Bereich von der Königsberger Straße bis zum Wendebereich in der Lindenstraße vor. Die Kosten bezifferte Bürgermeister Schneider auf 6595 Euro und der Auftrag wurde bereits mit seinen beiden Stellvertretern zeitnah vergeben. Die Sanierung eines Gasschiebers im Bereich der Hofer und der Kulmbacher Straße soll in Zusammenhang mit der Baumaßnahme vom "Bayernwerk" vom 31. Oktober bis zum 8. November ausgeführt werden. Kostenpunkt: 30 000 Euro.