von unserem Redaktionsmitglied 
Matthias Einwag

Ebensfeld — Ein weiteres Mal stand die künftige Trinkwasserversorgung des Gemeindeteils Kümmel (rund 40 Einwohner) auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Weil die Kümmeler Quelle seit längerer Zeit den hygienischen Anforderungen nicht mehr entspricht, musste eine Lösung gefunden werden. Im Raum standen der Anschluss an die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) und der Bau einer Aufbereitungsanlage für das Kümmeler Quellwasser. Nach abschließender Abwägung aller Fakten und Wünsche - die Kümmeler wollten ihre Quelle erhalten - entschied sich das Gremium mehrheitlich für einen Anschluss an die FWO.
Zunächst hatte Helmut Zapf, der Hygiene-Inspektor des Landratsamts Lichtenfels, die Vorgeschichte referiert und geschildert, warum dringend Handlungsbedarf besteht. Wenn Keime im Trinkwasser nachgewiesen werden, sagte er, sei der Betreiber der Anlage verpflichtet, Abhilfe zu schaffen.


Keime im Trinkwasser festgestellt

In Kümmel seien in den vergangenen Jahren wiederholt pathogene Keime im Trinkwasser nachgewiesen worden. Derzeit entspreche das Kümmeler Quellwasser nicht den Richtlinien der Hygieneverordnung, und die Trinkwasserversorgungsanlage sei nicht mehr auf dem heutigen Stand der Technik. "Ohne entsprechende Aufbereitung kann diese Anlage nicht mehr betrieben werden", resümierte Zapf. Es gebe drei Möglichkeiten der Aufbereitung: die Entkeimung mit UV-Strahlung, die Filtration und die Desinfizierung.
Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) stellte klar, dass die Kümmeler Bürger künftig denselben Wasserpreis zahlen müssten wie alle anderen Ebensfelder Bürger auch, denn es kämen keine zusätzlichen Kosten auf sie zu. Der Preis für einen Kubikmeter Trinkwasser kostet im Markt Ebensfeld derzeit 1,61 Euro brutto.
Der geschätzte Verbrauch für Kümmel liegt bei 230 000 Kubikmeter im Jahr. Die Kosten für die Aufbereitungsanlage (7499 Euro) und für den Anschluss ans Fernwasserleitungsnetz (5985 Euro) liegen nicht weit auseinander. Ausschlaggebend war letztendlich die Versorgungssicherheit angesichts der Wartungskosten und der nicht definierbaren Lebensdauer einer Aufbereitungsanlage.


Randzeitenbetreuung

Nachdem die Beauftragten der Kindertagesstätten Döringstadt und Kleukheim bei der Gemeindeverwaltung beantragt hatten, dass auch in diesen beiden Einrichtungen eine Randzeitenbetreuung angeboten werden sollte, erörterten die Gemeinderäte das Thema. In der Kita Ebensfeld besteht diese Möglichkeit bereits.
Aufgrund der Gleichbehandlung und wegen vorliegender Elternanfragen müsse diese Betreuung nun auch für Döringstadt und Kleukheim angeboten werden, beschlossen die Räte mit 18:1 Stimmen. Die Details müssten allerdings erst noch geklärt werden, sagte Bürgermeister Storath, denn es sei zur Zeit offen, mit welchem Personal die Betreuung erfolgen soll. Die Entlohnung der Arbeitskräfte könnte beispielsweise durch den Markt Ebensfeld erfolgen (8,50 Euro/Stunde); die Elternbeiträge könnten dann entsprechend der Kita Ebensfeld erhoben werden (30 Minuten: 1,50 Euro).
Konkret liegen für die Kita Döringstadt Anfragen auf 3,5 Stunden pro Woche vor, für die Kita Kleukheim auf drei Wochenstunden.