B ei diesen Zahlen wird einem schwindelig: Rund 130 Millionen Euro kostet der G7-Gipfel am 7. und 8. Juni in Elmau. 17 000 Polizisten wurden angefordert, um für die Sicherheit der Mächtigsten der Welt zu sorgen. Für ein Zwei-Tage-Treffen. Da stellt sich die Frage, ob das alles noch in einem gesunden Verhältnis steht.
Ist eine Demokratie nicht bereit, ein solches Treffen zu organisieren, weil zum Beispiel die Kosten zu hoch sind, dann hieße das: Die Demokratie weicht zurück. Vor den Protesten, vor den Kritikern, vor den Chaoten. Die Konsequenz wäre: Solche Treffen werden nur in den Staaten organisiert, denen Kritik der Bürger egal ist oder die gar keine Kritik aufkommen lassen.
Kritik gehört zu einem demokratischen Staat und zu einer pluralistischen Gesellschaft. Das muss sie aushalten. Das schließt aber nicht aus zu fragen, ob ein G7-Gipfel nicht auch anders zu organisieren wäre - mit weniger Kosten.