Nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden in der Tarifrunde beim Tüv Süd ruft die Gewerkschaft Verdi von heute, Freitag, bis zum Montag zu ersten Warnstreiks auf. Gestreikt wird an mehreren Standorten der Tüv Süd Auto Service GmbH in Bayern und Baden-Württemberg, dazu zählt auch Bamberg. Dabei könne es zu Einschränkungen bei Fahrzeuguntersuchungen wie HU/AU oder Eintragungen an Fahrzeugen kommen. Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi Bewegung in die seit Anfang November laufenden Gespräche bringen.
Derzeit gibt es eine einheitliche Vergütungstabelle für alle Tarifbeschäftigten im Tüv-Süd-Konzern, der bundesweit 11 000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Arbeitgeberseite verweigert sich laut Verdi bisher einem einheitlichen Abschluss und will eine Spaltung: Ihr bisheriges Angebot sieht Lohnsteigerungen von nur knapp über einem Prozent vor, die für Teile des Konzerns wie die Auto Service GmbH deutlich vermindert ausfallen sollen. Verdi lehnt eine solche Spaltung der Belegschaft ab und verweist zudem auf das Geschäftsjahr 2014, in dem der Konzern das beste Ergebnis seiner 150-jährigen Geschichte eingefahren habe. red