von unserem Mitarbeiter 
Manfred Wagner

Haßfurt — Saß der 57-Jährige, der keine Fahrerlaubnis besitzt, mindestens zwei Mal hinter dem Steuer seines Wagens oder nicht? Diese Frage ließ sich in einer Verhandlung vor dem Haßfurter Amtsgericht nicht zweifelsfrei klären. Deshalb unterbrach die Strafrichterin Ilona Conver den Strafprozess mit der Maßgabe, dass zur Fortsetzung weitere Zeugen geladen werden.
Am 6. und am 11. November 2014, so trug die Staatsanwältin in ihrer Anklageschrift vor, sei der Angeklagte mit seinem VW auf öffentlichen Straßen gefahren, obwohl er aufgrund einer früheren Verurteilung keine Fahrerlaubnis hatte. "Das ist nicht wahr", entgegnete der selbstständig tätige Mann auf Nachfrage der Gerichtsvorsitzenden. Er zeigte seinen Terminkalender vom vergangenen Jahr vor, in dem er nach seinen Worten alle beruflichen Termine eingetragen habe.
So sei er am 6.