Die Waldbesitzervereinigung Rennsteig bekam im Rahmen der Zertifizierung Besuch von einem Prüfer.
Die Waldbesitzervereinigung Rennsteig e.V. hat von einem unabhängigen Gutachter seine PEFC-konforme und damit nachhaltige Waldbewirtschaftung nachgewiesen bekommen. Beim sogenannten Vor-Ort-Audit, welches am 30. und 31. Juli stattfand, wurde die Einhaltung der strengen PEFC-Standards im Wald von zehn stichprobenhaft ausgewählten Waldbesitzern, welche Mitglied in der Waldbesitzervereinigung Rennsteig sind, genauestens überprüft. PEFC ist ein unabhängiges Zertifizierungssystem zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldwirtschaft. Wälder, die mit dem PEFC-Siegel ausgezeichnet sind, werden garantiert und kontrolliert nachhaltig bewirtschaftet. Dazu wurden strenge Standards entwickelt, an die sich die zertifizierten Waldbesitzer halten müssen. Die Einhaltung der Standards in der Region Rennsteig überprüft die unabhängige Zertifizierungsstelle HW-Zert GmbH.
50 Regelungen
Jährlich wird im Rahmen einer Kontrollstichprobe rund die Hälfte der zertifizierten Waldfläche kontrolliert. Bei diesen Audits wird der gesamte PEFC-Auflagenkatalog kontrolliert, der mit seinen über 50 Regelungen Garant für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist. Bei Verstößen oder Nichteinhaltung der Standards kommt es zu Sanktionen, die, abhängig von der Schwere, unterschiedlich ausfallen und letztendlich auch zum Entzug des Zertifikates führen können.
Nachdem der Prüfer Rüdiger Müller zu Beginn des Audits anhand von Karten und Plänen sowie durch das Gespräch mit dem Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung Rennsteig e.V., Gerit Mählich, einen umfassenden Eindruck erhalten hat, folgte das Audit mit der Kontrolle im Wald. Dabei wurden ausgewählte Waldbestände aufgesucht und wichtige Punkte zur Einhaltung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, wie etwa den Verzicht auf flächiges Befahren der Waldbestände mit schweren Maschinen, die Unterlassung von Düngung zur Steigerung der Holzproduktion sowie das Verbot von Kahlschlägen überprüft.
Lediglich zu hoher Verbiss
Nach Abschluss des Audits fand der Gutachter lobende Worte für die Bewirtschaftung des Waldes, denn insgesamt wurde vorbildlich bewirtschaftet. Rüdiger Müller stellte zwar ein paar Mängel fest, wie etwa einen deutlich zu hohen Wildverbiss, die das Zertifikat jedoch nicht gefährden, wenn die Waldbewirtschaftung die Verbesserungsmöglichkeiten berücksichtigt. Gerit Mählich sowie natürlich auch der Vorstand und die Mitglieder der Waldbesitzervereinigung Rennsteig e.V. können jedenfalls zufrieden sein: Nicht nur die Kontrolle wurde gut bestanden, sondern durch die Kontrolle des Auditors bei seinen Waldbesuchen kommen ebenfalls wichtige Impulse für die Bewirtschaftung des Waldes von außen. red