Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auf den Kopf gestellt. In ihrem Monatsbericht für März kann sich die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, zu deren Zuständigkeitsbereich auch Forchheim zählt, nur auf den Monatsbeginn beziehen. In der zweiten Märzhälfte schränkte die Ausbreitung des Virus und die damit verbundenen Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark ein.

Die im Februar begonnene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt gewann in der ersten Märzhälfte an Fahrt. Vom Abbau der Arbeitslosigkeit profitierten weit überwiegend die Männer, da sie das Gros der in den witterungsabhängigen Berufen Beschäftigten ausmachen. In Forchheim betrug die Arbeitslosenquote im März 2,6 Prozent, vor einem Jahr waren es 2,5 Prozent.

"In den ersten Tagen des März war der Arbeitsmarkt in der jahreszeitlich üblichen Aufbruchsstimmung. Mit der Corona-Krise ab Mitte des Monats hat sich die Situation nahezu komplett geändert", so Boris Flemming, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg. "Wir haben daher innerhalb von einer Woche unsere gesamte Agentur umstrukturiert. Existenzsicherung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber hat für uns jetzt oberste Priorität. Wir setzen daher unsere Mitarbeiter gezielt auf die Bereiche Telefonie, Beratung und die Bearbeitung von Leistungen wie Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld an. Um das Geld zum Monatswechsel muss sich daher niemand sorgen."  red