Es ist die erste Gruppe, die möglichst schnell gegen Covid-19 geimpft werden soll - die Gruppe der über 80 Jahre alten Menschen. Sie können sich zurzeit bevorzugt dafür anmelden - oder eben nicht. Es gibt noch einige Probleme, wie viele Leser unserer Zeitung melden. Vor allem gilt das für das Anmeldeportal des Gesundheitsministeriums.

Hier monieren vor allem Ältere, dass eine Anmeldung ohne Angabe einer Mobiltelefonnummer nicht möglich ist. Viele behelfen sich dann, indem sie die Handynummer etwa der Kinder angeben. Doch damit ist nur ein Problem gelöst. Gerade ältere Ehepaare haben meist nur eine gemeinsame E-Mail-Adresse. Wollen sich nun beide anmelden, blockt das Programm und meldet: "Diese Adresse ist bereits belegt." Es muss also für den anderen Ehepartner zuerst noch eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet werden. Wer sich anmeldet und nach Erhalt der Anmeldebestätigung über den gleichen Zugang einfach seine Daten gegen die des Ehepartners austauscht, der riskiert, dass nur der zuletzt angemeldete auch wirklich registriert ist und bei der Vergabe der Impftermine berücksichtigt wird.

Das Bayerische Gesundheitsministerium verweist für die, denen das Onlineverfahren zu kompliziert ist, auf eine einheitliche Hotline mit der Nummer 116117. Über diese werde jeder dann mit dem für ihn zuständigen Impfzentrum verbunden und könne sich telefonisch anmelden.

Lokale Alternativen

Corinna Rösler, Pressesprecherin des Landratsamtes Coburg, erinnert daran, dass im Coburger Land die Gruppe der über 80-Jährigen (Stichtag ist der 31. Januar 2021) auch einen Meldebogen nutzen kann. "Diesen haben wir an alle über 80 verschickt", erklärt sie. Er kam per Post mit dem Brief, in dem das Landratsamt diese Gruppe der Impfberechtigten informierte, dass die Anmeldung möglich ist. Der Meldebogen kann per Post oder persönlich im Rathaus der jeweiligen Heimatgemeinde abgegeben werden. Sobald der Bogen abgegeben wurde, heißt es warten. "Nachdem man den Meldebogen ausgefüllt zurückgeschickt hat, erhält man einen Anruf zur Terminvereinbarung durch das Landratsamt", erklärt Corinna Rösler.

Wer die Möglichkeit hat, kann den ausgefüllten Bogen auch per E-Mail an anmeldung-impfzentrum@landkreis-coburg.de schicken. Es ist außerdem möglich, den Bogen direkt auf der Homepage des Landratsamtes online auszufüllen. Dazu unter www.landkreis-coburg.de unter "Coronavirus" auf "Anmeldung fürs Impfzentrum" klicken.

Die Terminvergabe kann dauern

Nach wie vor ist Geduld nötig. Nach der Anmeldung ist alles erledigt, aber es heißt warten auf den Anruf zur Terminvergabe. "Das kann bedauerlicherweise mehrere Wochen in Anspruch nehmen, denn nach wie vor kann die Terminvergabe nur in Abhängigkeit der jeweils verfügbaren Impfstoffmenge erfolgen", erklärt Corinna Rösler. Es könne eben nicht schneller geimpft werden, als Impfstoff zur Verfügung steht. Sie versichert aber: "Jeder, der sich impfen lassen möchte, kommt auch dran, der Reihe nach." An der Beschaffung von mehr Impfstoff werde gearbeitet.