Mit einer Andacht am "Käpella" und vielen Gästen feierte der Stammtisch "Dämmerschoppen" das 150-jährige Bestehen der Kapelle und erinnerte an die Weihe durch Pfarrer Raab am 10. Juni 1867.
Für die Erbauerin der Kapelle Katharina Korntheuer, geb. Hümmer, Bürgermeisterstochter aus Rattelsdorf, hatte der Stammtisch schon früher eine Gedenktafel an der Kapelle anbringen lassen. Pfarrer Reinhold Braun lobte den Stammtisch, der nach dem Brandschaden im November 2016 die Kapelle wieder umfangreich hergerichtet hatte. Der Pfarrer erinnerte daran, dass der Anfangssatz in der Publikation von Altbürgermeister Gerhard Jäger zur Geschichte der Kapelle lautet: "Das Käpella ist den Rattelsdorfern ein lieb gewordener Ort." Mit ihren Sorgen, Nöten und vor Prüfungen seien die Bürger zur Muttergottes gekommen, um Kerzen anzuzünden und zu beten. Das sei besonders auch in Kriegszeiten der Fall gewesen. Er wünsche sich, dass die Gläubigen diesen Weg ebenso in guten Zeiten fänden, so der Pfarrer. Der Stammtisch "Dämmerschoppen" pflegt jetzt seit über 30 Jahren unermüdlich die Kapelle und ihr Umfeld.
Für den Stammtisch unterstrich Rudi Meth, dass die Kapelle durch den Schaden im November arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, darunter auch die Kirchenbank.
Anerkennend sprach Bürgermeister Bruno Kellner von der Leistung der Aktiven des Stammtisches bei der Renovierung der Kapelle. Das Käpella und seine Umgebung seien ein attraktiver, idyllischer Platz und ein Anziehungspunkt nicht nur für die Rattelsdorfer Bürger. Der Bürgermeister überreichte als Dank für das Engagement des Stammtisches einen Scheck. Anhand von Info-Tafeln konnten sich die Besucher über die Geschichte der Kapelle informieren. Renate Neubecker